Ausgabe: 11 / 2009
Seite: 186

SZENE

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Mallorcas Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Es Baluard in Palma hat einen bedeutenden Teil seiner bisherigen Sammlung verloren. Der Mallorquiner Verleger und Sammler Pere Serra zog 73 von insgesamt 86 Werken ab, darunter Arbeiten von Kandinsky, Klee, Baselitz, Basquiat oder Tàpies. Dem Abzug der Werke waren Meinungsverschiedenheiten zwischen Serra und der Museumsleitung vorangegangen. Im August erst hatte der Kunstsammler ein eigenes Museum in Sóller eröffnet. | Dem Bayerischen Freistaat ist wieder einmal ein spektakulärer Ankauf gelungen. Dank der Zusammenarbeit von staatlichen und privaten Geldgebern konnte zu einem nicht genannten Preis das Ehrenbuch der Fugger aus Privatbesitz erworben werden. Die prächtig illuminierte Renaissancehandschrift, die zwischen 1545 und 1548 entstanden ist, geht an die Bayerische Staatsbibliothek in München. Im nächsten Frühjahr ist eine Ausstellung geplant, in der das Prachtstück dem Publikum vorgestellt werden soll. | Kassel will das legendäre Archiv des früheren Documenta-Machers Harald Szeemann kaufen, das der 2005 gestorbene Schweizer Kunsthistoriker über Jahrzehnte hinweg in Maggia im Tessin zusammentragen hat. Welche Summe die Documenta-Stadt für das "Gedächtnis" - so nannte Szeemann seine Sammlung mit Hunderten von Aufzeichungen, Katalogen, Korrespondenzen - zahlen muss, ist noch unbekannt. Experten schätzen zwischen 1,8 Millionen und fünf Millionen Euro.

Untergebracht werden soll das Szeemann-Archiv zusammen mit dem Documenta-Archiv in einem eigenen Haus nahe dem Kasseler Fridericianum. | Bis September 2011 wird das Museum Schloss Moyland, das eine große Sammlung von Joseph-Beuys-Werken beherbergt, wegen Umgestaltung geschlossen. Mit dem Budget von rund 600 000 Euro seien die Möglichkeiten für die Neugestaltung allerdings begrenzt, so Direktorin Bettina Paust. | Die Niederlande restituieren zwölf Gemälde aus staatlichen Museen an die Erben des jüdisch-deutschen Unternehmers Hans Ludwig Larsen (1892 bis 1937), der sich 1930 in den Niederlanden niedergelassen hatte. Es handelt sich um Meisterwerke aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Die Rückgabe erfolgt auf Anraten der Restitutionskommission, bei der sich Erben mit Ansprüchen melden können.