Ausgabe: 10 / 2009
Seite: 109
Eine Legende
Von
VORSCHAU Alexander der Große eroberte ein Riesenreich - er veränderte damit die Kultur der damaligen Welt
Den Blick starr auf den persischen Feind gerichtet, das lange Haar zerzaust - dank dem Mosaik, das Ende des zweiten Jahrhunderts vor Christus nach einem längst verschollenen Gemälde entstanden ist, gibt es so etwas wie ein kollektives Bild von Alexander dem Großen (356 bis 323 vor Christus). Der legendäre makedonische König, der in einem Blitzkrieg das persische Großreich eroberte, weitete sein Reich bis an die Grenzen Indiens aus. Die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen feiern Alexander nun mit einer Ausstellung (Katalog: Verlag Schnell & Steiner, 29,90 Euro), die durch diese Eroberungen ausgelöste kulturelle, wirtschaftliche und gesellschaftliche Umbrüche verdeutlicht.
Fantastische Kunstschätze - Porträtbüsten, Statuetten, Goldschmuck, Reliefs - kommen aus den großen Museen der Welt, vor allem aber aus dem Nationalmuseum der Antike Tadschikistans und dem afghanischen Nationalmuseum in Kabul. P. B.
Alexander der Große
Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim, 3.10.-21.2.2010
Bildunterschrift:
Goldmedaillon von Aboukir mit Alexander als Weltherrscher (3. Jahrhundert nach Christus)
