Ausgabe: 10 / 2009
Seite: 120
SZENE
Von
Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz und Kulturstaatsminister Bernd Neumann haben sich mit Michael Eissenhauer angelegt: Der Generaldirektor der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz hatte erklärt, in absehbarer Zeit komme ein Umzug der Berliner Gemäldegalerie Alte Meister vom Kulturforum auf die Museumsinsel nicht in Frage: "Im Moment ist niemandem verständlich zu machen, für 50 Millionen Euro eine neue Gemäldegalerie bauen zu wollen und für den Umbau der alten 20 Millionen Euro zu brauchen!" Schmitz und Neumann aber halten langfristig an den Umzugsplänen fest. | Das New Yorker Auktionshaus Sotheby's versteigert am 4. November sieben Gemälde aus der Sammlung des legendären Pariser Galeristen Paul Durand-Ruell (1831 bis 1922) - darunter Arbeiten von Auguste Renoir, Alfred Sisley und Camille Pissarro, die der Kunsthändler noch direkt von den Malern erworben hat. Der Schätzwert der Bilder liegt bei 8,9 Millionen Euro. | Die Fine Art Fair, die vom 1. bis 4.
Oktober im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg stattfindet, feiert ihr 10-jähriges Jubiläum. Größer und ehrgeiziger gibt sich vom 22. bis 25. Oktober die schönste Kunstmesse der Welt, die Fiac im Pariser Grand Palais und im Cour Carrée du Louvre: Die Zahl der Messe-Teilnehmer wurde um fast 13 Prozent auf 206 Galerien aus 21 Ländern erweitert. Ein wichtiger Termin für die Kunst steht zuvor an: Vom 15. bis 18. Oktober sind 150 Galeristen aus aller Welt im Londoner Regent's Park zur Frieze Art Fair versammelt. | Der mit 12 000 Euro dotierte Käthe- Kollwitz-Preis 2009 geht an die Berliner Künstlerin Ulrike Grossarth, die an der Dresdner Hochschule für Bildende Künste lehrt. | Das Pariser Picasso-Museum bleibt bis Feb ruar 2012 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.
In dieser Zeit werden auch keine der rund 5000 Werke von Pablo Picasso ausgeliehen. | Archäologen haben bei Wetzlar in einem Brunnen einen lebensgroßen vergoldeten Bronze- Pferdekopf und den Fuß eines Reiters geborgen. Untersuchungen deuten darauf hin, dass es sich dabei um Teile eines Reiterstandbilds des Kaisers Augustus (63 v. Chr. bis 14 n. Chr.) handeln könnte. Ursprünglich gehörte es vermutlich zu einem repräsentativen, aufwendig gearbeiteten römischen Figurenensemble.
