Ausgabe: 09 / 2008
Seite: 9-15
Thesen, Trends und Trash
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Bildunterschrift:
Im luxemburgischen Musée d' Art Moderne Grand-Duc Jean (Mudam) lädt der französische Künstler Laurent Pariente derzeit die Besucher zu einem psychedelischen Spaziergang ein: Im 233 Quadratmeter großen Foyer hat er ein vier Meter hohes Labyrinth aus 144 transparenten, bunten PVC-Platten errichtet.
Diesem extra für das Mudam entworfenen Farbenrausch kann man sich noch bis zum 15. September hingeben.
Weitere Infos unter www.mudam.lu
In akribischer Feinarbeit hat die Hamburger Künstlerin Mariella Mosler ein leuchtendes Mosaik aus 500 Kilogramm Liebesperlen im Hamburger Ernst-Barlach-Haus ausgelegt. Die Ausstellung läuft noch bis zum 12. Oktober und zeigt darüber hinaus auch diverse Masken, die Mosler aus Alltagsmaterialien von Folie über Schwamm bis Pappe herstellt.
36 000 glasierte Keramikstäbe machen den Neubau der Sammlung Brandhorst zum schillernden Farbspektakel.
Das Berliner Architekturbüro Sauerbruch Hutton gibt damit dem Museumsareal der Münchner Maxvorstadt ein neues Wahrzeichen. Die mehr als 700 Werke der Klassischen Moderne umfassende Sammlungspräsentation des Henkel-Erben Udo Brandhorst und seiner Frau wird im Frühjahr 2009 eröffnet.
"Ich wollte mich nie vordrängeln", sagte der italienische Fotograf Ugo Mulas (1928 bis 1973) ein mal und benannte damit vielleicht unbewusst den Grund, warum seine Fotoporträts berühmter Künstler vorwiegend aus den sechziger und siebziger Jahren erst jetzt ein breiteres Publikum erreichen. Im Uhrzeigersinn von oben links: Pop-Art-Sammlerin und Warhol-Muse Ethel Scull (1964), Roy Lichtenstein (1964), Andy Warhol (1964), der Maler Lucio Fontana (1962) und Bildhauer Fausto Melotti (1970). 600 - zum Teil unveröffentlichte Bilder - zeigt noch bis zum 5.
Oktober die Galleria Civica d'Arte Moderna e Contemporanea in Turin. Infos: www.gamtorino.it
