Ausgabe: 09 / 2008
Seite: 121
Tempel und Hightech
Von
Über die Formensprache japanischer Bauwerke
Futuristisch, minimalistisch, avantgardistisch - das sind die momentan gängigen "Ismen" für japanische Architektur à la Tadao Ando, Sanaa oder Kengo Kuma. Wer wissen möchte, wo der Ursprung dieser Formensprache liegt, kann das hervorragend anhand des Bandes "Japanese Identities" nachvollziehen.
Der japanische Architekt Yuichiro Edagawa hat überall in Japan Tempel, Schreine und Gärten vom 7. Jahrhundert bis heute fotografi ert und die Aufnahmen mit sehr persönlichen Texten versehen. Mit ihnen gibt er Einblick in die für Westler oft schwer zugänglichen japanischen Prinzipien von Leere, Offenheit und Natürlichkeit des Raums. So wird der Bildband auch zu einer lesenswerten Einführung in die japanische Kultur und Ästhetik.
B. H.
Yuichiro Edagawa: Japanese Identities.
Architektur zwischen Ästhetik und Natur. Jovis Verlag. 176 S., 100 Abb., 28 Euro
Bildunterschrift:
Fushimi-Inari-Taisha-Schrein, Kyoto (8. Jahrhundert)
