Ausgabe: 08 / 2008
Seite: 106
MELDUNGEN
Von
Museum für Soulages Rodez: Pierre Soulages, Frankreichs berühmter Maler, erhält in seiner Geburtsstadt Rodez ein eigenes Museum. Das neue Haus nach einem Entwurf des spanischen Architekturbüros "RCR Aranda - Pijem - Vilalta" soll 2011 eröffnet werden. Das Musée Soulages mit rund 250 Arbeiten des Informel-Malers finanzieren die Gemeinde, die Region und das französische Kulturministerium gemeinsam.
Zum 90. Geburtstag des Meisters im kommenden Jahr ehrt ihn das Pariser Centre Pompidou mit einer Retrospektive.
Städtebau als Kunst Dortmund: "Wir haben die Gestaltung unserer Städte in Jahrzehnten dem Zufall überlassen." Mit diesen Worten kritisiert der renommierte Architekt Christoph Mäckler ein Versäumnis, das er als Direktor des neu in Dortmund gegründeten Instituts für Stadtbaukunst wiedergutmachen möchte. Ausgehend vom architektonischen Bestand deutscher Innenstädte sollen hier konkrete Vorschläge zu einer modernen Gestaltungssatzung erarbeitet werden, die allzu selbstherrliche Stadtplaner und Architekten auf den eigenständigen Charakter eines Ortes, seine Proportionen und Materialien verpflichtet.
Jerofejew entlassen Moskau: Andrej Jerofejew, der Leiter der Sammlung moderner Kunst an der staatlichen Moskauer Tretjakow-Galerie, ist entlassen worden. Hintergrund der Kündigung ist der schon lange schwelende Streit um die von Jerofejew organisierte Ausstellung "Verbotene Kunst 2006", die sich mit politischen und religiösen Tabuthemen der russischen Gesellschaft auseinandergesetzt hatte. Offiziell wird dem Sammlungsleiter vorgeworfen, dass in seiner Kollektion Werke fehlten.
Interview mit Jerofejew auf: www.art-magazin.de/jerofejew
Nach dem Überfall auf das Musée des Beaux-Arts in Nizza im vorigen August, bei dem Räuber vier Gemälde von Claude Monet, Alfred Sisley und Jan Brueghel gestohlen hatten, konnten die Werke sichergestellt werden. Zwölf Verdächtige wurden festgenommen. +++ Die Hamburger Elbphilharmonie (links) wird erst 2011 und nicht 2010 eröffnet. Der geschätzt 241,3 Millionen Euro teure Bau von Herzog & de Meuron sei schließlich "kein Reihenhaus", erklärte Kultursenatorin Karin von Welck. +++ Streit beendet: Das Land Rheinland-Pfalz ist künftig allein für das Arp-Museum in Remagen zuständig. Im Gegenzug stellt der Arp-Verein keine Leihgaben mehr zur Verfügung.
