Ausgabe: 07 / 2008
Seite: 116-117
KUNST & GELD
Von
Spitzenstück der Jubiläumsauktion des Münchner Hauses Neumeister am 1. Juli ist eine bislang unbekannte kleine Madonnenfigur von Tilman Riemenschneider, die um 1490 datiert wird. Der Schätzpreis wird mit 800 000 bis 1,2 Millionen Euro angegeben. Bei der Moderne wird als herausragendes Los Gabriele Münters "Nach dem Tee II" von 1912 angekündigt. Eine Variante des Themas hängt in der Berliner Natio nalgalerie. Schätzpreis: 450 000 Euro. Anlass der Auktion ist das 50-jährige Bestehen des Auktionshauses. +++ Jetzt ist es amtlich:
Louise Bourgeois ist nicht nur eine der spannendsten, sondern auch die teuerste lebende Künstlerin. Bei Christie's in Paris erzielte ihre Spinnenskulptur "Spider" von 2003 den Rekordpreis von 2,89 Millionen Euro. Kein Vergleich allerdings zum teuersten männlichen Künstler:
Diesen Titel errang ebenfalls bei Christie's Lucian Freud mit 33,6 Millionen Dollar (21,6 Millionen Euro) für sein Gemälde "Benefits Supervisor Sleeping". +++ Die Kunst-Messe München, deren Trägerverein sich zum 30.
März aufgelöst hat, wird - zumindest in diesem Jahr - doch stattfinden. Peter Henrich, der bisherige Geschäftsführer, veranstaltet sie zusammen mit zwei weiteren Händlern vom 18. bis zum 22. Oktober auf dem Messegelände. Stattfinden werden vom 11. bis 19. Oktober auch die Munich Highlights, angeführt von der Galerie Bernheimer in der Brienner Straße. +++ André Bretons Surrealistisches Manifest bleibt in Frankreich. Der Sammler Gérard Lhéritier erwarb das einzigartige Dokument des Dichters, das von Sotheby's versteigert wurde (art 4/2008), zusammen mit acht weiteren Manuskripten für insgesamt 3,2 Millionen Euro. Die Dokumente sollen schon in diesem Sommer in Lhéritiers Privatmuseum in Paris ausgestellt werden.
Aktuelle Berichte zu Auktionen, Markt und Messen finden Sie unter: www.art-magazin.de/kunstmarkt
