Ausgabe: 07 / 2008
Seite: 114
Beinahe wären fünf Bände...
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Beinahe wären fünf Bände der Ottheinrich- Bibel bei Sotheby's versteigert worden.
Durch einen Coup des Freistaats Bayern und die segensreiche Allianz von Stiftern aber konnten die Kostbarkeiten aus dem späten Mittelalter vor der Auktion (Schätzpreis 2,5 Millionen Euro) bewahrt und angekauft werden. Schließlich befinden sich bereits seit 1950 drei Bände der so genannten Königin der deutschen Bibeln in der Bayerischen Staatsbibliothek. In deren Schatzkammer ist nun die früheste erhaltene illustrierte Handschrift des Neuen Testaments in deutscher Sprache komplett zu bewundern (10. Juli bis 10. August).
Benannt wurde der 307-seitige Codex nach dem Pfalzgrafen Ottheinrich, dem ersten Besitzer des Werks, das zwischen 1430 und 1532 von verschiedenen Meistern mit lebhaften Miniaturen illustriert wurde.
