Ausgabe: 07 / 2008
Seite: 121
Geschliffene Kritik
Von
Der Kulturwissenschaftler Heinz Hirdina über Design
Heute durchdringen sich Design und Leben wie nie zuvor.
Merkwürdigerweise hat dies hierzulande bislang keine mächtige Designkritik bewirkt. Zu den wenigen ernst zu nehmenden Vertretern dieser Disziplin zählt der Berliner Kulturwissenschaftler Heinz Hirdina (*1942). In den siebziger Jahren war er Chefredakteur der DDRZeitschrift "form+zweck", von 1990 bis 2005 lehrte er als Professor für Theorie und Geschichte des Designs an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. In seinen Texten aus vier Jahrzehnten begegnet man einem Stilisten, der es versteht, seine Themen mit spielerischer Neugier und intellektuellem Schliff zu behandeln und dabei die Lust an der Erkenntnis auf seine Leser zu übertragen.
Besonders Kolumnen aus den Neunzigern zu Themen wie Straßenpoller, japanische Designkultur oder Ökodesign setzen einen kritischen Standard für die Designpublizistik. K. N.
Dieter Nehls, Helmut Staubach, Achim Trebeß (Hrsg.): Heinz Hirdina.
Am Ende ist alles Design. Texte zum Design 1971-2004. Verlag form + zweck. 252 S., 20 Abb., 35 Euro
