Ausgabe: 06 / 2008
Seite: 113

MELDUNGEN

Von

Topwerke an Erben Amsterdam: Nach rund 15 Jahren juristischen Tauziehens hat die Stadt Amsterdam nachgegeben und sich mit den Erben des russischen Konstruktivisten Kasimir Malewitsch geeinigt: Diese erhalten fünf Topstücke aus der berühmten Malewitsch- Kollektion des Stedelijk Museums im Wert von rund 80 Millionen Euro. Es handelt sich um die Gemälde "Schreibtisch und Zimmer" (1913), "Mystischer Suprematismus" (1920/22), "Suprematische Komposition" (1916), "Malerischer Realismus eines Fussballspielers" (1915) sowie um "Suprematismus, 18. Konstruktion" (1915). Ausführlicher Bericht: www.art-magazin.de/malewitsch

"Sonderclasse" Wien: Wer bei unterschiedlichen Klassen eher an Fernverkehr als an Kunst denkt, hat nicht mit Paul Klees Qualitätskontrolle gerechnet:

"SCL" (Sonderclasse) schrieb er auf Arbeiten, die er als besonders gelungen empfand. So wurde 1924 etwa eine "Kleine Winterlandschaft mit dem Skiläufer" geadelt. Bis 10. August ist das Blatt mit anderen Werken des Meisters in der Albertina ausgestellt - und wird hier bleiben.

Es ist Teil einer Schenkung, die der Bioichemiker Carl Djerassi, "Mutter" der Antibabypille, wie er sich bezeichnet, dem Haus übergibt:

Nach seinem Tod sollen 67 Papierarbeiten Klees in die Geburtstsstadt des 85-jährige Stanford- Professors zurückkehren.

Wasser-Expo Zaragoza: Bei der Expo 2008 im spanischen Zaragoza (14. Juni bis 14. September) dreht sich alles um die Ressource Wasser.

Nicht zufällig ist deshalb eine Brücke über den Ebro, von Zaha Hadid erbaut, das markanteste Bauwerk der Weltausstellung.

Höchstes Expo-Gebäude ist Enrique de Teresas 73 Meter hoher "Wasserturm", in dessen Zentrum die Skulptur "Splash" aufragt.