Ausgabe: 06 / 2008
Seite: 6
Ohne Kunst-Geschrei
Von
"Ich will die Schönheit des Todes zeigen" - Karen Bofinger über Gregor Schneiders Projekt, einen Sterbenden auszustellen (art online, 22.4.2008)
Das Thema "Ars Moriendi" ist heute rund um Euthanasie-Debatte, Intensivpflege im Krankenhaus und Sterbebegleitung (Hospizbewegung) wieder aktuell. Horror und Spektakel der Nicht- und Anti-Kunst-Szene sind gefragt - eventuell zur Documenta 13.
Kunstmarktschreierische Objekte wie Damien Hirsts diamantenbesetzten Totenschädel, Gunther von Hagens Objekte etc. sollten wir vergessen.
Schneiders Ansinnen zum Sterben-Tod- Nichtkunst-Projekt narrt die Medien- Welt! Sterben/Tod diskutieren!
Werner Hahn, Online-Kommentar
Die geplante Arbeit von Gregor Schneider ist wahrscheinlich viel klüger als die meisten Leute momentan vermuten.
Mit Sicherheit geht es ihm nicht darum, ein Spektakel zu inszenieren, sondern die Bedeutung des Lebens gerade durch den Gegensatz des Todes darzustellen. Es scheint mir, dass es sich um eine sehr bedeutsame Arbeit handelt.
Peter Hansmann, Online-Kommentar
Unheimlich ist an Herrn Schneider nur sein Umgang mit dem Begriff "Kunst".
Ansonsten ist der Mann einfach nur überbewertet, wie so viele zeitgenössische "Künstler". Diese Überbewertung scheint in Deutschland relativ weit verbreitet zu sein ...
Albert Keller, Online-Kommentar
