Ausgabe: 05 / 2008
Seite: 124-125

KUNST & GELD

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+++ Gérard Goodrow, geschasster Direktor der "Art Cologne", hat ein neues Wirkungsfeld gefunden. Bereits ab 1. April arbeitet er als Business Development Director für Phillips de Pury. Das Auktionshaus mit Hauptsitz in New York eröffnet in der Kölner St.-Apern-Straße eine Dependance. +++ Eine echte Seltenheit ist das kolorierte Exemplar der Schedelschen Weltchronik ("Liber chronicarum") von 1493, das Ketterer in Hamburg auf seiner Auktion wertvoller Bücher am 19. und 20. Mai versteigert. Das Buch stammt aus der Bibliothek des westfälischen Humanisten Johannes Cincinnius. Von den 157 Bänden der Bibliothek sind heute noch 153 bekannt. Schätzpreis:

80 000 Euro. +++ Bei Sotheby's in New York werden am 14. und 15. Mai Teile der Sammlung Lauffs versteigert. Über 30 Werke mit einem Schätzwert von rund 50 Millionen Dollar, darunter Arbeiten von Künstlern wie Joseph Beuys, Yves Klein, Piero Manzoni und Robert Rauschenberg kommen zum Aufruf. Die Privatsammlung mit Spitzenwerken der Konzeptkunst, Arte Povera und Pop Art war jahrzehntelang im Kaiser-Wilhelm-Museum in Krefeld zu sehen. Letztes Jahr zog Sammlerwitwe Helga Lauffs die Dauerleihgaben überraschend ab. Ein weiteres Konvolut soll später in London versteigert werden. +++ Christie's hat auf seinen diesjährigen Auktionen asiatischer Kunst in New York über 80 Millionen Dollar umgesetzt - das höchste Ergebnis, das für diese Kunstsparte je erzielt wurde. Spitzenlos der Versteigerungen war mit 14, 3 Millionen Dollar eine antike japanische Buddhastatue aus Holz aus dem 12. Jahrhundert, die dem Bildhauer Unkei zugeschrieben wird. Sie ist damit das teuerste japanische Kunstobjekt, das jemals unter den Hammer kam. Ersteigert wurde sie von der Kaufhauskette Mitsukoshi Company im Auftrag eines buddhistischen Tempels bei Tokio, wo sie nun wieder zur Anbetung aufgestellt wird.