Ausgabe: 05 / 2008
Seite: 122
MELDUNGEN
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Daphne kommt Dresden: Nach der antiken Nymphe Daphne benannt, wird derzeit in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eine umfassende Bestandsdatenbank eingerichtet. Alle Kunstgegenstände seit dem ersten Inventar der Sammlung von 1560 sollen damit erfasst und per Internet abrufbar werden. Daphne, die insgesamt 15,5 Millionen Euro kosten wird, erleichtert den Überblick über eine riesige Sammlung und soll auch als effektives Mittel zur Klärung von Provenienzen dienen. 65 Mitarbeiter werden während der nächsten zehn Jahre mit der elektronischen Erfassung aller Daten beschäftigt sein.
Große Geste London: Als "außergewöhnliche philanthropische Geste" bezeichnete Tate-Direktor Sir Nicholas Serota die Übergabe von Anthony d' Offays Kunstsammlung an sein Institut sowie an die National Galleries of Scotland. Lange wurde spekuliert, was der frühere Londoner Supergalerist mit seiner Kollektion zeitgenössischer Kunst machen würde. Nun gibt der 67- jährige d' Offay 725 Werke an die beiden Institute, allerdings nicht als Schenkung, sondern er verkauft.
Aber nicht zum heutigen Wert - die Sammlung wird auf 125 Millionen Pfund (163 Millionen Euro) geschätzt - sondern zu den Preisen, die er ursprünglich bezahlt hat. Die Museen bezahlen also nur 26,5 Millionen Pfund.
Ausführlicher Bericht: www.art-magazin.de/offay
160 Jahre verschollen London: Es war zuletzt 1848 gesehen worden: Das Gemälde "La Surprise" von Jean-Antoine Watteau. 160 Jahre galt das Werk als verschollen. Doch kürzlich wurde das Bild, gut erhalten, in einem britischen Landhaus aufgefunden. Nun soll es bei Christie's versteigert werden und bis zu 6,4 Millionen Euro bringen.
