Ausgabe: 04 / 2008
Seite: 120
Serielle Logik
Von
Josef Paul Kleihues: die erste Werkausgabe des Architekten
Tore, Zugangstüren und Betonpoller folgen aufeinander in einer schier endlosen Reihe. Die Hauptwerkstatt für die Berliner Stadtreinigung exerziert die gleicher Module aus industriellen Fertigteilen, als hätten der Bildhauer Donald Judd und der Erfinder des Fließbands Henry Ford Pate gestanden.
Mit diesem Bau von 1969 schrieb sich Josef Paul Kleihues unverwechselbar in die Geschichte der deutschen Nachkriegsarchitektur ein. Der 1933 geborene Schüler von Hans Scharoun fand auch in scheinbar entlegenen Haltungen der Moderne Anregungen. Als Leiter der Internationalen Bauausstellung Berlin 1984 und mit seinem Entwurf für das Museum of Contemporary Art in Chicago gewann er internationalen Ruf. Der erste Band der Werkausgabe umfasst die Zeit von 1966 bis 1980 und konnte von Kleihues noch vor seinem Tod 2004 gestaltet werden. G. M.
Thorsten Scheer (Hrsg.): Josef Paul Kleihues. Werke 1966-1980. Hatje Cantz Verlag. 288 S., 455 Abb., 68 Euro
