Ausgabe: 04 / 2008
Seite: 116-117
KUNST & GELD
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+++ Design allenthalben: Das Kölner Auktionshaus Lempertz springt nun auch auf den Zug auf und veranstaltet am 23. und 24. Mai in seiner Berliner Dependance seine erste Designauktion. Im Mittelpunkt stehen Objekte der frühen Industriekultur von Peter Behrens bis zum Bauhaus.
Teile des Angebots stammen aus der Sammlung des Kunsthistorikers Tilmann Buddensieg.
Die bisher führenden deutschen Häuser auf diesem Sektor, Quittenbaum und Von Zezschwitz in München sowie Herr in Köln, bekommen damit ernsthafte Konkurrenz. +++ In Helsinki bringt eine einzige neue Galerie den finnischen Kunstmarkt aus dem Lot. Bisher hatte die Galerie Anhava dort das Quasimonopol für zeitgenössische Kunst. Seit mit Kalhama & Piippo eine zweite Galerie auf den Plan getreten ist, sind rund ein Drittel der Künstler von Anhava zur Konkurrenz übergelaufen, darunter Jukka Korkeila und Liisa Lounila. Geblieben sind Anhava aber immerhin noch 41 Künstler, darunter viele große Namen der Fotografen der Helsinki School wie Ola Kolehmainen und Sandra Kantanen. +++ Zille brandheiß: Bei Ketterer werden im Rahmen der Hamburger Auktionen am 4. und 5. April ein halbes Dutzend Zeichnungen von Heinrich Zille angeboten, die nach einem Hausbrand in Berlin entdeckt wurden. Ein Abbruchunternehmer fand sie bei Räumungsarbeiten in einem Haus, das vom Blitz getroffen worden war. Jetzt, im 150. Geburtsjahr des Künstlers, verkauft er das Konvolut. Schätzpreis:
20 000 Euro. +++ China hat Frankreich den Rang als drittstärkster Marktplatz für Kunst abgelaufen. Bereits Ende 2006 wurden dort 20 Prozent aller Kunstverkäufe im zeitgenössischen Segment getätigt, ermittelte das Marktforschungsunternehmen Arts Economics. 2007 setzten Christie's und Sotheby's rund 800 Millionen Dollar in China um, fast doppelt so viel wie in Paris. Damit liegt China hinter den USA und Großbritannien auf Platz drei.
