Ausgabe: 04 / 2008
Seite: 110

Kunst unterm goldenen U

Von Michael Kohler

Projekt: Dortmunds Museum am Ostwall zieht in Brauturm

Was lange gärt, wird endlich gut. Einst diente der steinerne Koloss mit dem goldenen U der Union-Brauerei als Brauereistätte, nun soll das Dortmunder Wahrzeichen durch die moderne Kunst wiederbelebt werden.

Dazu verlässt das Museum am Ostwall sein zwar beschauliches, aber viel zu kleines und zudem renovierungsbedürftiges Haus und bezieht zwei der sieben Stockwerke des mit 18 000 Quadratmetern mehr als geräumigen Industriegebäudes. Die Sanierungskosten werden auf 46 Millionen Euro geschätzt. Zur Eröffnung 2010 ist eine René-Magritte- Schau geplant.

Finanziert wird der Umbau vor allem durch Mittel der Landesregierung und der Europäischen Union. Doch die Stadt Dortmund hegt ehrgeizige Pläne über 2010 hinaus: Neben dem Museum am Ostwall soll eine Dauerausstellung mit Leihgaben der Berliner Nationalgalerie überregionales Publikum in den U-Turm locken. Langfristig ist zudem eine weitere Etage für Wechselausstellungen vorgesehen.

Auch Cafés sowie eine Bibliothek und ein Museum für Kinder sind geplant. Doch zuerst steht der Umzug des Museums am Ostwall an. Vor den neuen großen Räumen ist Direktor Kurt Wettengl nicht bange: "Wir haben einhundert Skulpturen, die wir endlich zeigen können, große Videoarbeiten und eine Fluxus- Sammlung."