Ausgabe: 02 / 2008
Seite: 122
NACHGEFRAGT
Von
Hans Werner Schmidt, 56, Direktor des Museums der bildenden Künste Leipzig, wartet seit drei Jahren auf die endgültige Fertigstellung seines Hauses. Seit kurzem nun wird die noch fehlende Glasfassade, die immer wieder Probleme bereitet hatte, montiert. Und schon berichtet die Lokalpresse von neuen Schwierigkeiten.
Was ist da dran?
Das ist ein Sturm im Wasserglas. Die Verglasung geht zügig voran, und nur an einer kleinen Stelle hatte sich das Tragewerk ein wenig verbogen. Das wird modifiziert. Ich rechne mit einer Fertigstellung im März.
Sind Sie überrascht, wie wenig Durchblick das milchige Glas gewährt?
Das Glas war immer intransparent geplant, wir nehmen die Stadt draußen wie durch einen Weichzeichner wahr. Wichtiger aber ist, wo auf der Fassade unser Schriftzug angebracht wird.
Der Bau ist bislang als Museum nicht zu erkennen?
Die Architekten haben den Namenszug nicht für dringlich erachtet - vorsichtig formuliert. Doch ich lege Wert darauf!
Wie steht es um die Betriebskosten?
Weil die Glasfront fehlte, haben wir bei den Energiekosten noch keine feste Planungsgröße - sowohl bei der Heizung im Winter wie bei der Klimatisierung im Sommer. Der Glasvorhang ist nicht nur eine Schmuckform, sondern auch eine Nutzform.
