Ausgabe: 12 / 2008
Seite: 124

MELDUNGEN

Von

Geld für Ausstellungen Stockholm: Schwedens Regierung hat beschlossen, dass Künstler, die in staatlichen Museen des Landes ausstellen, ab 2009 bei einer Einzelschau unabhängig von der Zahl der präsentierten Werke, aber je nach Größe der Häuser und Dauer der Ausstellung umgerechnet 100 Euro bis 419 Euro pro Woche erhalten, mindestens aber 515 Euro pro Schau. Bei Gruppenausstellungen ändert sich die Höhe des Honorars für die Teilnehmer.

Aber auch hier gilt, die Künstler müssen entlohnt werden.

In der Bundesrepublik ist dies nicht üblich.

Geballte Filmkunst Paris: Mit einer spektakulären Kunstausstellung unter der illuminierten und weithin strahlenden großen Glaskuppel des Pariser Grand Palais geht Frankreichs sechsmonatige Präsidentschaft der Europäischen Union zu Ende.

Vom 18. bis 31. Dezember sind täglich ab 17 Uhr insgesamt 140 filmische Werke von Künstlern aus über 40 Ländern, darunter alle 27 Mitgliedsstaaten der EU, zu sehen: unter anderem Arbeiten von Nam June Paik, Bill Viola, Fischli/Weiss, Harun Farocki und Rosemarie Trockel.

Deal perfekt Remagen: Das Arp-Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen erhält ein großes Konvolut der über 700 Werke umfassenden Sammlung des schwäbischen Arztes Gustav Rau (1922 bis 2002), die dieser Unicef vermacht hatte, von dem UN-Kinderhilfswerk als Leihgabe. Die Werke von Meistern wie Fra Angelico, El Greco und Claude Monet sollen bis 2026 den Neubau von Richard Meier zieren. Erst dann darf die Sammung laut Testament komplett verkauft werden. Die Erbstreitigkeiten mit Verwandten Raus konnten kürzlich beigelegt werden. Ausführlicher Bericht in: www.art-magazin.de/rau