Ausgabe: 12 / 2008
Seite: 16

Die Art-Home-Story (17) - Zu Gast bei Corinne Wasmuht

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Krimskrams, Nippes, Utensilien - im Laufe der Zeit sammelt sich so einiges an. Wir besuchen Künstler in ihren Ateliers und lassen uns ihre Lieblingssachen und Herzensdinge zeigen.

Schallplatten Diese Cerrone-Platte ist eine argentinische Pressung. Ich besitze auch die mit dem berühmten Kühlschrank-Cover.

Die Platten habe ich bei meinem Bruder abgestaubt, der mal als DJ in Buenos Aires gejobbt hat. Das war, bevor er beschlossen hatte, nur noch als seriöser Ingenieur zu arbeiten. Die Platten befinden sich im Atelier, weil hier auch meine Anlage steht. Beim Arbeiten höre ich jedoch lieber MP3s. Denn dann sind die Hände ja vollgeschmiert mit Ölfarbe.

Wanderschuhe Ein Zufallsfund. Ich hab' sie mal nach einer Wanderung im Atelier ausprobiert und trage sie nun immer, während ich male. Wenn man den ganzen Tag steht und Leitern hoch- und runtersteigt, lernt man gute Schuhe zu schätzen. Und wandern war ich mit ihnen auch schon: in Italien und in Peru. Nur zum Arbeiten wären sie mir zu teuer.

Schienbeinstutzen und -schoner Wenn man beim Malen lange Zeit auf der Leiter steht, drücken die Leitersprossen zu sehr in die Schienbeine. Bis ich auf diese Schienbeinstutzen im Supermarkt gestoßen bin, habe ich mit allen möglichen Materialien experimentiert, zum Beispiel mit Styropor, was jedoch nie lange gehalten hat.

Modelle Die habe ich Mitte der neunziger Jahre aus Holzknetmasse für eine Reihe von Bildern hergestellt, die "Spiegelraum" oder "Raum" heißen. Die Vorlagen für diese Modelle stammen aus Biologiebüchern. Genauer gesagt handelte es sich dabei um Abbildungen des Magen-Darm-Trakts von Insekten. Für diese Nachforschungen verbrachte ich damals sogar ein paar Tage in der Universitätsbibliothek.

Malerin Corinne Wasmuht, 44, vor einem ihrer Bilder in ihrem Berliner Atelier. Galeriekontakt: www.meyer-riegger.de

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