Ausgabe: 11 / 2008
Seite: 124

Fragen zu Kunst und Kommerz

Von Kito Nedo

Art Forum: Berliner Kunstmesse setzt auf bewährte Rezepte

Bislang eröffnete die Berliner Kunstmesse Art Forum immer die Herbstsaison. Doch aufgrund von Terminschwierigkeiten verlegte die Messe gesellschaft den traditionellen Septembertermin auf Anfang November (31. Oktober bis 3. November).

Die ungeschickte Neuerung will man im nächsten Jahr schon wieder rückgängig machen. Ansonsten hält man sich für den 13. Durchgang der Messe, die zum letzten Mal von Sabrina van der Ley geleitet wird, an die bewährten Rezepte. So wird die Veranstaltung, an der unter anderem die Berliner Galerie Contemporary Fine Arts, Eigen + Art oder der New Yorker Leo Koenig teilnehmen, auch in diesem Jahr von einer Sonderausstellung und einem diskursiven Rahmenprogramm begleitet. Anders als in den Vorjahren wird es keine räumliche Trennung von Messe und Ausstellung geben. So will Kurator Hans-Jürgen Hafner die heilige Differenz von Kommerz und Kunst nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch in Frage stellen. Umso mehr Platz erhält dafür der "Freestyle"-Bereich für junge Galerien.

Wer den Berliner Kunstherbst in vollem Umfang erleben will, sollte jedoch nicht nur in den Messehallen am Funkturm verweilen.

Mit Kunstsalon, Preview, Berliner Liste und Bridge Art Fair finden zeitgleich vier Satellitenmessen statt, und in den Galerien locken hochkarätige Präsentationen, darunter neue Gemälde von Jeff Koons bei Max Hetzler.

Und der Landesverband der Berliner Galerien bietet parallel zum Art Forum geführte Rundgänge durch die verschiedenen Galerienviertel an. Internet: www.art-forum-berlin.de, www.berlin-artinsight.de Freestyle im Messekorsett: Aufbauarbeiten beim Berliner Art Forum 2007