Ausgabe: 11 / 2008
Seite: 8
Uniforme Ausstellungen
Von
"Die rosarote Brille des Geschmacks" - Kolumne von Thomas Wagner über das neue Geschmacksbürgertum (art 9/2008)
Herr Wagner haut auf die Falschen drauf, wenn er sich über den persönlichen Geschmack als Kriterium für den Aufbau einer Sammlung beklagt. Im Gegenteil, gerade dadurch entstehen Sammlungen von großer Qualität, häufig abseits von den Trampelpfaden des Kunstmarkts.
Die Zielgruppe Ihrer Schelte sollte vielmehr die lange Reihe der im Gleichschritt Kunstmarkt konform marschierenden Kuratoren und Museumsdirektoren sein, die in ihren Häusern immer die gleichen Namen und längst satt gesehenen Exponate präsentieren.
Denn so entsteht das Egalitäre des persönlichen Geschmacks. Der Kunstmarkt besorgt dann den Rest.
Dieter Broska, per E-Mail
