Ausgabe: 10 / 2008
Seite: 95
Von der Verklärung des Künstlers
Von
Ausstellungsmarathon in verschiedenen Museen von Oktober bis März 2009
BERLIN: KÜNSTLERKULT
Der Künstler sei "die zentrale mythische Figur des Abendlandes", der wie keine andere Kultfigur "die Geschichte des europäischen Geistes mit solcher Gewalt" offenbare. Mit derlei bombastischen Worten kündigen die Staatlichen Museen zu Berlin ihren Ausstellungsmarathon "Kult des Künstlers" an, der bis zum Frühjahr läuft. In der Alten Nationalgalerie werden "Künstler mythen.
Das 19. Jahrhundert" (Bertel Thorvaldsen, Caspar David Friedrich, Wilhelm und Ridolfo Schadow) untersucht, dazu gibt es Ausstellungen von Hans von Marées sowie von Karl Friedrich Schinkel und Clemens Brentano.
Die Neue Nationalgalerie präsentiert so gegensätzliche Künstlertypen wie Paul Klee und Jeff Koons (siehe Seite 32); im Hamburger Bahnhof steht eine Ausstellung mit Arbeiten von Joseph Beuys einer von Andy Warhol gegenüber. Das Ägyptische Museum zeigt, wie es heißt, "Altägyptische Kunst gespiegelt im Werk eines Großen der Kunst der Moderne" - Alberto Giacometti. Analytische Vertiefung findet das Thema schließlich in den Ausstellungsräumen der Kunstbibliothek im Kulturforum am Potsdamer Platz, wo in der Schau "Unsterblich! Der Kult des Künstlers" kritisches Rüstzeug erworben werden kann. P. B.
Alle Termine und Informationen im Internet unter www.kultdeskuenstlers.de
Bildunterschrift:
Koons: "Hanging Heart" (1994/2006)
