Ausgabe: 08 / 2007
Seite: 40-51
Der Kaiser von Kassel
Von Alfred Welti
Eine märchenhafte Aktion mit 1001 Chinesen und ein umgestürztes Denkmal machten Ai Weiwei zum Star der Documenta 12. Die wahre Geschichte einer tollkühnen Künstlerkarriere
Wann er beschlossen habe, Künstler zu werden, frage ich Ai Weiwei, und der Mann aus China argwöhnt gleich, dass hinter dem harmlosen Wann ein Warum lauert. "Sie sollten wissen", sagt er, "dass ich mich nicht aus Liebe zur Kunst entschlossen habe, Künstler zu werden, vielmehr aus Überdruss. Ich war dieses Lebens, das wir führten, derart überdrüssig - nur eine Politik, nur eine Farbe, kein Recht, sich frei zu äußern, alles verboten.
Deshalb wollte ich Künstler werden, und es ist an die 30 Jahre her." Vor 30 Jahren, 1977, da war auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking eben das Mausoleum für den im Jahr zuvor gestorbenen Diktator Mao Zedong fertig geworden. Ai Weiwei, damals 20, hatte eine demütigende, elende Kindheit und Jugend als Sohn eines Ausgestoßenen hinter sich. Sein Vater, der 1910 geborene Dichter Ai Qing, einst ein glühender Anhänger der Revolution, war 1957 als Rechtsabweichler in Ungnade gefallen, erhielt Publikationsverbot und musste sein Leben bei Zwangsarbeit in den Grenzprovinzen Heilongjiang und Xinjiang fristen, wo ihn Maos Rotgardisten in Zeiten der so genannten Kulturrevolution mit der Schandkappe durch die Straßen trieben. 1978 wurde er rehabilitiert. Heute steht Ai Qings Dichtung auf dem Lehrplan chinesischer Schulen, viele Menschen kennen diesen 1938 geschriebenen verzweifelten Hymnus auf sein Land:
"Wenn ich ein Vogel wäre,/ ich krächzte aus heiserer Kehle ein Lied:/ Diese von Gewittern gepeitschte Erde,/ diese Flüsse, die unsere Wut und Trauer mit sich reißen,/ dieser endlos wehende, wütende Wind/ und dies zarte Morgenlicht, das aus den Wäldern steigt... und ich sterbe./ In der Erde fault mein Gefieder./ - Warum sind meine Augen von Tränen nass?/ Weil ich diese Erde unsagbar liebe." Gebeten, ein paar Verse von Ai Qing vorzutragen, scheut sich Ai Weiwei. Er wolle, sagt er, den Vater hier in Kassel auf schlichtere Weise ehren.
Hier in Kassel ist Ai Weiwei der Star, der große Kommunikator. Sein Einfall, zur zwölften Documenta unter dem Motto "Fairytale" ("Märchen")
1001 Landsleute einfliegen zu lassen, ist das meistpublizierte Projekt, er ist der begehrteste Interviewpartner, sein einschmeichelndes Sino englisch ging über beinahe alle deutschen Sender, seine füllige Gestalt, sein weiß gesprenkelter Kinnbart, sein geduldiges Lächeln ist über Feuilletons und spätabendliche Kultursendungen hinaus bekannt. Das art-Gespräch mit Ai Weiwei findet statt in einem Raum der Gottschalkhallen, wo einst eine VWZulieferfabrik Sitzbezüge herstellte.
Der Raum dient nun als Großküche und Kantine der zu "Fairytale" eingefloge nen Chinesen. Im Gebäude gegenüber sind die Schlafsäle für sie eingerichtet, Ai Weiwei hat die Betten der Gäste und auch ihre Koffer entworfen.
Das Gespräch kommt auf seine Arbeit "Template", eine riesige Torkonstruktion, zusammengeschraubt aus Hunderten antiker Fenster und Türen von verkommenen oder abgerissenen chinesischen Bauten. In wenigen Tagen ist das Monument zu einem Wahrzeichen dieser an attraktiven Landmarken armen Documenta geworden.
"Es soll den Leuten Freude bereiten, das ist alles", sagt der charmante Tiefstapler.
Draußen donnert und blitzt es, bald regnet es heftig, ein Sturm setzt ein, und Ai Weiwei wird immer vergnügter.
Das könnte "Template" zum Wackeln bringen, meint er. Die Arbeit - errichtet neben dem zur Documenta aufgestellten hässlichen Kunstpavillon in der Aue - sei eigentlich für einen Innenraum konstruiert. Gut möglich, dass sie als Außenplastik versage.
Was soll mit dem Werk, dessen Teile in Dutzenden von Containern verschifft wurden, nach dem Ende der Documenta geschehen? Lächelnd erwidert Ai: "Am schönsten wäre es, der Sturm würde das Ding hochheben und nach China zurücktragen." Vielleicht nicht in dieser Minute, aber in dieser Stunde am Nachmittag des 20. Juni 2007 brachten Wind und Wasser das Werk zum Einsturz. Ächzend und splitternd verdrehte es sich in sich selbst, ehe es zu Boden ging und eine neue pittoreske Form gewann.
Es dauerte nur Stunden, bis Ai Weiwei munter in Mikrophone sprach:
"Die Natur ist eben doch der fähigere Künstler. Die Arbeit soll so, wie sie ist, bis zum Ende der Documenta liegen bleiben." Und: Jetzt sei das Werk doppelt so viel wert wie vorher. Offen blieb, ob er damit den ideellen Wert oder den Kaufpreis meinte. Das Guggenheim Museum soll schon Interesse gezeigt haben.
Wenn sich Ai Weiwei Mikrophone entgegenrecken, wenn er Fototermine hat, sind, wie beim art-Gespräch, stets auch Dokumentarfilmer aus seiner eigenen Crew dabei, "tausend Stunden Material haben sie schon". Bis der große Kommunikator abreist, dürften es an die zehntausend Stunden sein, und alles wird Teil der zum Gesamtkunstwerk ernannten "Fairytale", eines Märchens, das sich selbst immer weiter erzählt - auch mit Tausenden von Digitalfotos und Berichten der chinesischen Gäste, die ums Handgelenk ein Bändchen mit USB-Stick tragen. Den sollen sie mit ihren Kasseler Impressionen füllen.
Erzählt man das Märchen von Ai Weiweis Künstlerwerdung nach, ist zu beachten, dass das Regime ab 1978 dem Sohn eines rehabilitierten Dichters, der nun wieder mit allerlei Ämtern geehrt wurde, sicher mehr durchgehen ließ, als namenlosen Schülern und Studenten. Nach der Schule schloss sich Ai Weiwei mit Freunden zur Gruppe "The Stars" zusammen, die gegen Bevormundung und Zensur anarbeitete und alsbald verboten wurde. Ai schrieb sich am Pekinger Filminstitut ein. Eine Reihe von Studenten seines Jahrgangs sind heute renommierte Regisseure, er allerdings schmiss das Studium, behauptete, nur in den USA könne er was lernen - und durfte 1981 ausreisen.
Als er nach zwölf Jahren zurückkehrte, hatte er immer mal ein bisschen an amerikanischen Kunstschulen, vorwiegend in New York, studiert, ansonsten aber wenig vorzuweisen. Er arbeitete als Putzmann, als Gärtner in Kalifornien, als Babysitter und Hilfskraft in einer Druckerei, als Bilderrahmer und Zimmermann, um Unterkunft, Essen und Telefon zahlen zu können, aber "nie, um zum Mainstream zu gehören". Es gibt Berichte, nach denen er einen Teil seines Lebensunterhalts in den USA mit dem chinesischen Nationalsport bestritt, dem Glücksspiel.
Weiwei im Glück. Von der grausamen Niederschlagung studentischen Protests auf dem Tiananmen-Platz in Peking, 1989, erfährt Ai jenseits des Pazifiks. Den Entschluss zur Rückkehr fasst er 1993, als sein Vater schwer erkrankt.
Ai Qing stirbt drei Jahre später.
Der Vater, Kind aus reicher Landbesitzerfamilie, hatte von 1929 bis 1932 Malerei in Paris studiert. In Shanghai verurteilten ihn die herrschenden Guomindang wegen linker Ideen zu sechs Jahren Gefängnis. In der Zelle wurde er zum Dichter. Ein ergreifendes Gedicht ist seiner Amme gewidmet, in deren Obhut er für vier Jahre gegeben wurde, weil ihm bei der Geburt Unheil vorausgesagt worden war. Auch dieses Poem steht heute auf den Lehrplänen, es feiert die Hingabe und Menschlichkeit des einfachen, entrechteten Volkes.
Nach seiner Rückkehr aus den USA klappt für Ai Weiwei einfach alles, wenn auch nicht gleich von Anfang an. Noch heute kann er das nicht recht begreifen. Seine Mutter, der er zwölf Jahre zuvor versichert hatte, er werde als "neuer Picasso" zurückkehren, war entsetzt, dass er nichts erreicht hatte - kein Diplom, kein Geld, kein Haus, keine Frau, kein Kind und so gut wie keine vorzeigbaren Kunstwerke.
Und was er hinfort tut, ist auch nicht dazu angetan, seine Mutter zu erfreuen. Ai Weiwei publiziert Untergrundliteratur - ein Schwarzbuch, ein Weißbuch, ein Graubuch, in denen er über Dissidenten informiert, über Performance und Aktionskunst, er druckt an der Zensur vorbei regimekritische Texte und Dichtung, die er "Rock and Roll-Poesie" nennt.
Eine Galerie will er gründen, doch das geht nicht, denn eine Galerie muss polizeilich genehmigt werden, unter Vorlage der auszustellenden Objekte. Mit feiner chinesischer Lebenslist gründet er statt dessen das "China Kunstarchiv und Warenhaus".
Ein Warenhaus, das ist in der inzwischen zum Geschäftemachen offiziell ermutigten Gesellschaft nicht anstößig.
1999 wird der Netzwerker, der Beweger und Strippenzieher Ai schlagartig zum Baumeister. Von seiner Mutter wieder einmal als Nichtsnutz ausgezankt, hat er in einem Dorf vor Peking, heute längst Teil der 16-Millionen-Metropole, ein Stück Brachland gesucht.
Er pachtet es, fragt nicht nach Baugenehmigung, sondern skizziert an einem Nachmittag einen Plan. Landarbeiter rücken an, und innerhalb von 60 Tagen ist sein weitläufiges Atelier- und Wohnhaus vollendet. Kostenpunkt: 40 000 Dollar.
In Dutzenden von Fachzeitschriften ist der Ziegelbau in Caochangdi als Triumph einer neuen, bescheidenen Bauhaus-Architektur gefeiert worden, seither ist sein dort residierendes Design-Studio ein begehrter Ideenund Entwurfslieferant. Inzwischen hat er gut zwei Dutzend Gebäude geplant, unter anderem für die Pekinger Dependance seines Luzerner Galeristen Urs Meile. Doch lachend versichert er:
"In Wahrheit habe ich mich keine Sekunde lang als Architekt gefühlt." Weiwei, der Winner. Mit seiner Beratung entwickelte das renommierte Schweizer Architektenteam Herzog und de Meuron den Plan für das Pekinger Olympiastadion. Ai, gerühmt als Mitautor der kühnen "Vogelnest" genannten Stahlkonstruktion, spielt seinen Beitrag routiniert herunter. Ein Tag Nachdenken sei damit verbunden gewesen, sagt er, es sei lediglich darum gegangen, seinen europäischen Kollegen ein paar Tipps zur Formensprache der Chinesen zu geben, der kreative Aufwand sei nicht größer gewesen als für den Entwurf eines Klodeckels.
Gefragt, was er vom hekti schen chinesischen Bauboom, von all den aus den Millionenstädten ragen den Wolkenkratzern halte, sagt Ai: "Extreme Scheiße, entschuldigen Sie, dass ich kein treffenderes Wort finde, einfach ekelhaft." Der Mann hat ein Faible für Kraftausdrücke. So auch, als er im Jahr 2000 in Shanghai "Fuck Off" organisierte, eine Gegenschau zur offiziellen Biennale. An die 50 Fotografen, Performer, Videokünstler, Maler und Bildhauer nahmen teil, viele von ihnen unterdessen international geschätzte Künstler. Manche provozierten mit brutalen Szenen wie dem Verspeisen eines Fötus. Ai Weiwei selbst trat als Zertrümmerer und als verfremdender Tischler auf. Drei Fotos zeigen ihn mit einer 2000 Jahre alten chinesischen Vase (hoffentlich eine Fälschung). Er hebt sie hoch, lässt sie auf den Boden fallen und zerschellen.
Ein antiker Holztisch stellt sich in der Mitte senkrecht und stützt sich mit zwei Beinen im rechten Winkel an die Wand. (Die 1001 Stühle aus der Ming- und der Qing-Dynastie, die Ai, gleichsam als Begleiter seiner 1001 Mitreisenden, in Kasseler Ausstellungsräumen verteilt hat, sind unmanipuliert.)
Der chinesische Titel von "Fuck Off" lautet "Bu hezuo fangshi". Was bedeutet das? "Dasselbe", behauptet er.
Intensives Befragen chinesischer Muttersprachler brachte allenfalls Übersetzungen wie "Keine Zusammenarbeit" hervor, aber auch das signalisiert, wovor sich Ai Weiwei, in Erinnerung an das Schicksal seines Vater, am meisten hüten muss und will - vom Rebellen zum Staatskünstler zu werden.
Scheinbar verwundert sieht sich Ai Weiwei zu "einer Art Mythos ausgerufen, als einer, der sehr eigenständig mit Chinas Problemen umgeht", während die Gesellschaft immer noch "gelähmt und ideenlos ist, weil die Menschen Angst vor Zensur und Repressionen haben. Ich", fügt er hinzu, "ich mach' mir nichts draus." Will wohl sagen: nichts aus dem Mythos, nichts aus der Zensur.
So versteht Ai Weiwei seine Docu menta-Touristik gewiss auch als ein zeichenhaftes Bündnis mit seinem Volk, das, vom China-Boom und der Globalisierung zugleich verschreckt und ermutigt, auf Wohlstand, freie Information und Bewegungsfreiheit hofft. Das Internet, betont er, hat Millionen von Chinesen eine Fülle neuer Möglichkeiten der Information und Kommunikation gebracht, da können die Zensoren noch so eifrig blockieren.
Auf Ai Weiweis Internet-Blog, in dem er Kandidaten für seine Aktion warb, hätten sich binnen weniger Tage Tausende gemeldet, vom Landarbeiter durch alle Berufsgruppen bis zum Intellektuellen, mit ergreifenden Bewerbungen.
Jene Gruppe, die wir in den Tagen vom 18. bis zum 24. Juni antrafen, bestand aus 200 Studenten im Anfangsjahr des Shanghaier Instituts für Bildende Künste. "Wir hatten Glück", frohlockte Fan Wei, 20, "unser Jahrgangsleiter ist mit Ai Weiwei befreundet." Guanxi (Beziehungen) bedeuten in China halt noch ein bisschen mehr als anderswo.
Ai Weiwei, diplomloser bildender Künstler, Architekt wider Willen, Designer, Kurator, Netzwerker, und, vor allem, Beweger. Welche Hoffnungen hegt er für sein Land? "Für China habe ich keine Hoffnung", wiegelt er ab.
"Ich habe eine Hoffnung für mich, und das ist ein schönes Schläfchen." Was sagt seine Mutter zum nie erwarteten Erfolg des Sohnes? Immerhin ist er inzwischen verheiratet und weltbekannt. "Meine Mama, die sagt, dieser Junge ist aus den falschen Gründen berühmt. Sie freut sich und macht sich Sorgen", wohl auch, weil - schlimmste Pein für chinesische Eltern - kein Nachwuchs in Sicht ist.
"Ich bin", sagt Ai Weiwei, "meine eigenen Kinder." Hat er nicht, vor Batterien von Mikrophonen und unter Blitzlichtsalven, angekündigt, als Teil der Kasseler Kunstaktion, immer wieder für seine Gäste kochen zu wollen? Ja, aber dazu hat er, Ai Weiwei weist auf unser Aufnahmegerät, keine Zeit gefunden. Er wollte den Landsleuten auch die Haare schneiden, das könne er nämlich gut, aber nur einmal sei es dazu gekommen.
Wer war der Glückliche? Chris Dercon, Direktor des Münchner Hauses der Kunst.
Von einer Pflicht allerdings habe er sich nicht abhalten lassen, fügt Ai Weiwei hinzu. "In der Unterkunft meiner Gäste habe ich die Toiletten geputzt, Männerklos und Frauenklos." Sein Tribut an den Vater, den er als Junge durch die Straßen seines Verbannungsorts begleitet hatte, während der Poet die Latrinen leerte.
Galerie: Urs Meile, Luzern. Tel. (00 41 41)
4 20 33 18. Internet: www.galerieursmeile.com
"Fairytale" im Märchenwald der Brüder Grimm. Unser Fotograf Andreas Dahlmeier lockte Ai Weiwei samt einiger seiner 1001 Landsleute in den Reinhardswald bei Kassel.
Ganz in der Nähe steht die Sababurg - das echte Dornröschenschloss
Das Nationalstadion für die Olympischen Sommerspiele in Peking 2008, gebaut durch das Basler Büro Herzog & de Meuron - Ai Weiwei gab Tipps zur chinesischen Formensprache
Das "Vogelnest" aus der Nähe - Ai Weiwei ganz bescheiden:
"Der kreative Aufwand war nicht größer als für einen Klodeckel"
High-Tech-Architektur als Machtbeweis: Das Olympiastadion soll ein Symbol für das neue, weltoffene China werden
Geniestreich aus dem Nichts: Für sein 1999 bei Peking gebautes Atelier- und Wohnhaus wurde Ai von der Kritik gefeiert
Roh, karg - aber großzügig: Nur 60 Tage hatten Landarbeiter gebraucht, um Ais Haus zu bauen. Der Plan war an einem Nachmittag fertig
Kunst am Yiwu-Fluss: In den Jahren 2002 bis 2004 wurde nach einem Entwurf von Ai Weiwei ein Damm bei Zhejiang gebaut
Absurde Verrenkungen eines antiken Möbelstücks aus der Qing- Dynastie: "Tisch mit zwei Beinen an der Wand" von 1997
Globalisierung versus Erbe: Die Vase ist ein archäologisches Fundstück, etwa 16 000 Jahre alt. "Coca-Cola" von 1994
Kunst für ein Land im Umbruch: Die Installation "Fragments" (2005) besteht aus alten Tischen, Stühlen, Säulen und Balken
Auch das gefilmte art-Interview wird für Ai Weiwei zum Material für "Fairytale" ...
... ebenso wie die Decken im Bettenlager der Chinesen - sein Entwurf
Hommage an das "Monument für die III. Internationale 1919" des russischen Revolutionskünstlers Tatlin, 2007 in Liverpool:
"Lichtbrunnen", Höhe: sieben Meter
Fotos, Filme, Berichte: Jeder der 1001 Chinesen trägt einen USBStick am Handgelenk, den er mit Kasseler Impressionen füllen soll
Kunstreisende Fan Wei und Ding Weibin vor dem zerstörten Documenta- Werk "Template" ...
... und vor einem Gemälde von Jacob Jordaens im Schloss Wilhelmshöhe
Protest gegen den Umgang mit dem Erbe: "Eine Han-Dynastie-Vase fallenlassen" (1995/2004, Fotografien, je 148 x 121 cm)
"Für China habe ich keine Hoffnung", wiegelt er ab. "Ich habe eine Hoffnung für mich, und das ist ein schönes Schläfchen"
