Ausgabe: 07 / 2007
Seite: 145
Auch das Schloss Belvedere
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in Wien - einst Sommerresidenz des Prinzen Eugen von Savoyen, heute touristisches Umfeld für Klimt und Co, besitzt jetzt wie das Wiener Palais Albertina eine moderne Ausstellungshalle. Ohne "White Cube" schien Neu-Direktorin Agnes Husslein-Arco nicht in die Konkurrenz eintreten zu wollen. Als ersten architektonischen Akt ihrer Amtszeit in der österreichischen Galerie ließ sie für rund 1,5 Millionen Euro einen blütenweißen fensterlosen Hightech-Raum für Sonderschauen in die langgezogene Orangerie neben dem Unteren Belvedere einbauen. Dort, wo einst des Schlossherren Orangenpflänzchen überwinterten und später Pferde, Leibgarde und das Museum mittelalterlicher Kunst hausen mussten, können jetzt bei idealem Klima internationale Leihgaben residieren, vom 3. Oktober bis 13.
Januar 2008 etwa Werke von Cézanne, die hier auf Österreichs Moderne stoßen sollen. Mit seinen 49 Metern Länge und einer Breite von nur sieben Metern entspricht der Schlauch aber eher einem "White Tube" als einem "White Cube".
