Ausgabe: 07 / 2007
Seite: 142
"Ein inspirierendes Umfeld"
Von Astrid Mayerle
Projekt: Münchner Galerist schickt Künstler nach New York
Mäzenatisches Engagement und strategisches Networking: Beides bringt der Münchner Galerist Michael Zink zusammen für sein "Artist in Residence-Projekt". Er hat ein Konzept verwirklicht, für das es gewöhnlich Stipendien aus öffentlicher Hand gibt: In New York, genauer in Harlem, stellt er seinen Künstlern Atelierräume zur freien Verfügung.
"Ich möchte meine Künstler in ein inspirierendes Umfeld setzen, natürlich will ich sie an mich binden, und sie sollen in New York präsent sein", so der Galerist.
Mit der Japanerin Fumie Sasabuchi startete er sein Projekt. Drei Monate lang arbeitete sie in dem 80 Quadratmeter großen Studio an Zeichnungen - Übermalungen von Magazinwerbungen - und entwickelte einen Entwurf für einen Animationsfilm. Im Dezember soll die Adaption eines Hitchcock- Thrillers auf der "Art Basel Miami Beach" vorgestellt werden.
Nach dem ersten Open-House- Abend am Ende ihres New-York- Aufenthalts waren fast alle Zeichnungen Sasabuchis verkauft. Bis August wird nun Jan Stieding in Harlem residieren, anschließend Marcel van Eeden.
Interessierte Sammler und Besucher können die Künstler hier treffen, denn "der Blick ins Atelier ist immer spannender als in einen Ausstellungsraum", meint Michael Zink. Sein Projekt versteht der Galerist als "Fixstern", der in verschiedene Richtungen ausstrahlen und dabei Sammler, Künstler und künftige Projektpartner erreichen soll.
Internet: www.galeriezink.de
