Ausgabe: 07 / 2007
Seite: 140

Weil öffentliche Sammlungen

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kaum noch über Ankaufsetats verfügen und weil Gerhard Richter auch noch als teuerster unter den teuren zeitgenössischen Malern gilt, ist der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen etwas ganz Erstaunliches gelungen: Sie hat gleich vier Großformate des Meisters angekauft - je rund drei mal drei Meter große, mit grauen Wabenstrukturen bedeckte Bildtafeln. Ausgangspunkt für diesen Zyklus mit dem Titel "Silikat" (2003) war ein Zeitungsfoto von einer wissenschaftlichen Versuchsreihe mit Silikatkügelchen.

Für 3,2 Millionen Euro, die vom Land NRW, von der Kulturstiftung der Länder, der Kunststiftung NRW, der Ernst-von-Siemens-Kunststiftung und der Gesellschaft der Freunde der Kunstsammlung NRW zusammengebracht wurden, gingen die Bilder nach Düsseldorf. Kaufkonkurrenten wie das japanische Chichu- Kunstmuseum, das für die Richter-Werke eigens einen Raum von Tadao Ando errichten lassen wollte, hatten das Nachsehen. Dass seine Bilderfolge nun in der Kunstsammlung NRW hängt, die bereits sieben Arbeiten des Malers besitzt, dürfte auch den 75-jährigen Richter freuen: Hat er doch viele Jahre in Düsseldorf gelebt.