Ausgabe: 07 / 2007
Seite: 141

Da staunten die Studenten

Von

der Dresdner Kunsthochschule nicht schlecht, als kürzlich ein junger Hengst in ihr Atelier trabte. Drei Stunden lang hatten die angehenden Künstler dann Gelegenheit, das stattliche Tier namens Sandor aus der Nähe zu skizzieren. Mit diesem buchstäblichen Husarenstück wollten die Zeichenlehrer Andreas Hildebrandt und Holger John das akademische Naturstudium etwas auflockern.

Außerdem erinnerten sie mit ihrer Aktion an den einstigen Akademiedirektor Max Feldbauer.

Der soll als Malereiprofessor (1918 bis 1934) des öfteren Pferde in sein Atelier geholt haben. Hengst Sandor jedenfalls stand geduldig Modell und leistete sich keinen Ausrutscher:

Hatte man dem Tier doch vorsorglich wegen der Rutschgefahr auf dem glatten Akademieboden die Hufeisen entfernen lassen.