Ausgabe: 04 / 2007
Seite: 135

Mit Bice Curiger zum Erfolg

Von Kito Nedo

Ausstellungshäuser: Immer mehr Institute setzen auf Magazine

Kommt der gute alte Ausstellungskatalog aus der Mode? Die Idee liegt nahe, wenn man sieht, wie begehrt das Magazinformat ist. So startete das Pariser Palais de Tokyo letzten Herbst sein Magazin "Palais /" in einer Auflage von 10 000 Heften. Mit diesem Magazin wolle man eine Erweiterung der Ausstellungen in den Printbereich etablieren, erklärt Frédéric Grossi, Leiter der Publikationsabteilung.

Die erste Nummer von "Palais /" glänzt durch große Bildstrecken wie einem von Palais-Chef Marc-Oli vier Wahler zusammengestellten Portfolio.

Doch künftig soll das Text-Bild- Verhältnis ausgewogener werden.

Auch das Magazin "Tate etc." der Londoner Tate Gallery hatte Anlaufschwierigkeiten. Seit aber 2004 Bice Curiger das Heft verantwortet, das drei Mal jährlich in einer Auflage von 96 000 Stück erscheint, ist es erfolgreich. Das Magazin biete die Chance, mit "Kunstgeschichte aus dem Blickwinkel der Gegenwart" umzugehen, erklärt die Schweizerin, der es gelang, Künstler wie Sigmar Polke und Peter Doig als Autoren zu gewinnen. Auch Eugen Blume, Leiter des Hamburger Bahnhofs in Berlin setzt bei der Produktion von "Museum für Gegenwart" auf die Kooperation mit Künstlern.

Drei Ausgaben jährlich in einer Auflage von maximal 2000 Stück mit verschieden en thematischen Schwer punkten kommen auf den Markt. Auch wenn das Heftkataloghafte Züge trage, käme etwas anderes heraus, da es im Bewusstsein einer Zeitschrift produziert sei, so Blume. Internet: www.tate.org.uk/tateetc, www.palaismagazin.com/, www.hamburgerbahnhof.de