Ausgabe: 04 / 2007
Seite: 130
"Wir sehen uns als Teamplayer"
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Museen: Neuer Direktor am Zentrum Paul Klee in Bern
Er ist seit kurzem Chef des Zentrums Paul Klee in Bern. Juri Steiner hat ein heikles Erbe übernommen. Das 2005 eröffnete private Haus stand anfangs in harter Konkurrenz zum Kunstmuseum Bern. Nach dem Abgang von Direktor Tilman Osterwold vereinbarte der Interims-Chef Andreas Marti mit dem einstigen Konkurrenten überraschend eine weitreichende Zusammenarbeit. Mit Juri Steiner, der die Kooperationspläne nun in Taten umsetzen soll, sprach art-Korrespondent Gerhard Mack: art: Das Zentrum Paul Klee ist eine junge Institution. Welche Rolle soll das Haus spielen?
Steiner: Mir ist sehr wichtig, dass die Berner Museen miteinander funktionieren. Wir sehen uns als Teamplayer zusammen mit dem Kunstmuseum.
Wie soll diese Zusammenarbeit aussehen?
Wir loten dieses Jahr aus, wo im organisatorischen Bereich Synergien liegen. So übernimmt das Zentrum Paul Klee für beide Häuser den Bereich der Informationstechnik.
Inhaltlich planen wir gemeinsame Großprojekte, die ein Haus alleine nicht so gut stemmen könnte.
Was wäre das?
Wir planen eine Ausstellung zum Bauhaus, bei der das Kunstmuseum Johannes Itten und wir Paul Klee einbringen. Gemeinsam können wir so attraktiver sein für Leihgeber.
Wie kann das Zentrum Paul Klee in dieser Zusammenarbeit eigenes Profil gewinnen?
Unser Profil klingt bereits im Namen an: Wir sind ein Zentrum und können die verschiedenen kulturellen Felder sehr viel leichter verschränken als ein klassisches Museum.
Wie sieht das aus?
Bei der bis 13. Mai laufenden Ausstellung des Bildhauers Oscar Wiggli zeigt das Kunstmuseum die eigentliche museale Ausstellung, wir stellen den Außenraum für seine monumentalen Skulpturen zur Verfügung und das Auditorium für ein Konzert. Wiggli ist auch Komponist und Musiker.
Wo kommt Klee ins Spiel?
Er ist das Wurzelwerk des Zentrums.
Die Projekte orientieren sich am Werk wie auch am Geist Paul Klees.
Internet: www.paulkleezentrum.ch
