Ausgabe: 04 / 2007
Seite: 104

Im Labyrinth der Welt

Von M S

DÜSSELDORF: WÖRTER, DINGE

Der Mensch, so heißt es bei Michel Foucault, wird verschwinden wie "am Meeresstrand ein Gesicht im Sand." Foucaults Zweifel an der Abbildbarkeit der Welt sind der Ausgangspunkt für diese fein pointierte Schau: Von den Abgründen, die hinter der Erscheinung gähnen, handeln die Arbeiten. So wie ein Film von Matthias Meyer, in dem die Gemälde an den Wänden des Louvre nur noch goldgerahmte schwarze Löcher sind. Oder wie die Palmen, die Annette Kelm fotografierte: wie nächtliche Gespenster am menschenleeren Meeresstrand. M. S.

Termin: bis 9. April.

Internet: www.kunstverein-duesseldorf.de