Ausgabe: 03 / 2007
Seite: 130

Der 54-Millionen-Dollar-Ellbogenstoß

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Steve Wynn, 65, Kasinobesitzer und Kunstsammler aus Las Vegas, weiß wie man abzockt: Nachdem er versehentlich mit seinen Ellbogen die Leinwand seines Picasso-Gemälde "Der Traum" durchbohrt hat, fordert er nun von der Versicherung Lloyd's of London 54 Millionen Dollar (rund 42 Millionen Euro). Bislang ist die legendäre Versicherung aber nur bereit, 110 000 Dollar für die Restaurierung des Porträts, das Pablo Picassos Muse Marie-Thérèse Walter zeigt, hinzulegen. Doch Wynn rechnet anders: Vor der Ellbogenattacke, so der amerikanische Sammler, habe es ein Kaufangebot für das Bild in Höhe von 139 Millionen Dollar gegeben. Auch im restaurierten Zustand sei das Werk durch den dummen Unfall nach Schätzung von Experten, die er beauftragt habe, nur noch 85 Millionen Dollar wert. Also, so schlussfolgert der ausgebuffte Kasinokönig, muss Lloyd's die Differenzsumme von 54 Millionen Dollar begleichen.