Ausgabe: 03 / 2007
Seite: 124

AUKTIONSHAUS IM PORTRÄT

Von Joachim Hauschild

Galerie Koller

Gegründet: 1958 Hauptsitz: Zürich, Hardturmstraße 102 Spezialgebiet: Gemälde des 19. Jahrhunderts, Alte Meister und moderne Kunst Spitzenlos: "Apulischer Schafhirte" des niederländischen Manieristen Joachim Wtewael (1566 bis 1638), verkauft im September 1999 für 3,14 Millionen Schweizer Franken Nächste Auktionen: 19. bis 24.

März 2007: Silber, Porzellan, Alte Grafik, Bücher, Schmuck, Teppiche, Möbel, Gemälde Alter Meister und 19. Jahrhundert, Asiatica Internet: www.galeriekoller.ch Die Schweiz gilt wegen ihrer günstigen Steuerregeln als beliebter Umschlagplatz für Kunst.

Führendes Auktionhaus ist die Galerie Koller. Der Name verweist auf die Anfänge: 1958 gründete der Jurist Pierre Koller eine Galerie für Pferdestiche und Möbel in der Zürcher Dufourstraße. Seine Schwester Antoinette Koller entwickelte den Handel mit Keramik, Silber und asiatischer Kunst. Die erste Auktion wurde 1960 veranstaltet.

Zunehmend spezialisierte man sich auch auf kostbare alte Möbel und luxuriöses Kunsthandwerk von Rokoko bis Napoleon III.

1990 trat der älteste Sohn des Firmengründers, Cyril Koller, in die Galerie Koller ein. 1998 übernahm der Kunsthistoriker die Geschäftsleitung.

Seitdem konzentriert sich das Auktionshaus auf Gemälde des 19. Jahrhunderts, moderne Kunst und Altmeister - heute eines der wichtigsten Geschäftsfelder.

Neben dem Zürcher Stammhaus veranstaltet die Dependance in Genf jeweils im November Versteigerungen für Gemälde, Silber, Schmuck, Möbel, dekorative Grafik und Fotografien.

Seit 1974 bietet "Koller West" (Zürich, Hardturmstraße 121)

Auktionen des mittleren und kleineren Segments. Mit Büros in Shanghai, Russland und Australien ist Koller international vertreten.

70 Prozent der hochpreisigen Verkäufe gehen ins Ausland.