Ausgabe: 03 / 2007
Seite: 6
Mit Witz und Poesie
Von Evelyn Kremers-diestelhorst
"Kritzelkunst" - Titelblatt und -geschichte "Zwei-Minuten-Bilder" über junge Zeichner von Sandra Danicke (1/2007)
Toll, der Artikel über die so genannten Kritzelkünstler. Die Texte der Zeichner sind zum Großteil recht bizarr, aber genau das macht ihre Arbeiten so unterhaltsam und inspirierend, "poetisch und witzig", wie Sandra Danicke treffend schreibt. Schön auch die absolut linkisch wirkende linke Hand am rechten Arm Ihrer Titel-Figur.
Von Markus Vater hätte ich gern noch weitere Arbeiten gesehen - aber im Sommer gibt es ja eine Ausstellung von ihm im Museum Baden in Solingen.
Andrea Krüll, per E-Mail Horst Janssen zum Beispiel hat seine "Kritzel"-Zeichnungen selbst als "Krickelkrakel", nie aber als Kunst bezeichnet.
Kunst kommt auch von Können, dazu gehört wenigstens eine fundierte Vorstellung von Anatomie, dies ist aber beim Januar-Cover nicht gegeben: Eine linke Hand am rechten Arm ist weder witzig, ironisch oder künstlerisch verfremdet, sie ist schlicht Zeichen von Unvermögen.
Dr. Dr. Jens Meier, Bremerhaven
Angeblich erobern jetzt die von Ihnen so genannten "Kritzelkünstler" die Galerien.
Der auf dem Titelblatt abgebildete Flaschenmann konnte mich nicht erobern.
, Düsseldorf
Als Zeichnerin habe ich mich geärgert über das Thema "Kritzelkunst". Das fängt damit an, dass sich das handwerkliche Können Ihres Titelblatt-Helden offensichtlich ausgesprochen in Grenzen hält, was sich an der anatomisch völlig falsch gezeichneten rechten Hand zeigt (was keine Frage des schnellen Zeichnens ist!) und endet beim darunter stehenden Kommentar, der, wie auch die anderen im dazugehörenden Artikel, bei mir die Arbeiten von Bernd Pfarr in Erinnerung ruft, der das schon deutlich origineller gemacht hat.
Carola Faller-Barris, Freiburg i. Br.
