Ausgabe: 02 / 2007
Seite: 84
Ruhm-Revival
Von Barbara Hein
Die Kunsthalle Emden zeigt die erste große Retrospektive seit zehn Jahren EMDEN: SERGE POLIAKOFF
Erst mit Mitte 20, nachdem er 1923 in einer abenteuerlichen Odyssee von Moskau nach Paris gelangt war, entschied sich der ehemalige Straßenmusiker Serge Poliakoff, Maler zu werden. Und so eigenwillig wie er sein Leben anging, so wenig ließ er sich auch in seinem Stil beeinflussen. Seine abstrakten Kompositionen aus vielschichtigen Farbflächen sind keiner Schule zuzuordnen.
Trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb - war der in Paris lebende Russe in den Fünfzigern und Sechzigern ein Star:
Er vertrat Frankreich 1962 auf der Venedig- Biennale, nahm 1959 und 1964 an der Documenta teil. Doch nach seinem Tod 1969 im Alter von 69 Jahren wurde es immer ruhiger um Serge Poliakoff.
Das soll sich nun mit einer großen Retrospektive in der Kunsthalle Emden und danach in der Hypo-Kunsthalle in München ändern. Die Kuratoren haben rund 100 Ölgemälde und Gouachen ausgewählt, um Poliakoffs Arbeit von der Frühphase bis zu seinem Tod zu zeigen und ihm zu einer Renaissance zu verhelfen.
Termine: Emden, 3. Februar bis 15. April. Danach:
Hypo-Kunsthalle, München, 27. April bis 8. Juli.
Katalog: Hirmer Verlag 19,90 Euro, im Buchhandel 34,50 Euro. Internet: www.kunsthalle-emden.de, www.hypo-kunsthalle.de
