Ausgabe: 02 / 2007
Seite: 6

Zeitgenössisches Marketing

Von Martin Spantig

Dr.  München

"Bilanz 2006 - Zu viel Marketing" - Kritikerumfrage (1/2007)

Etwas überrascht war ich über die Überschrift "Bilanz 2006: Zu viel Marketing" - müsste es doch heißen "Zu wenig Marketing für gute Kunst/ Künstler/Kunstevents/ Ausstellungen. Das Problem ist doch nicht, dass es ein Zuviel an Marketing im Kunstbereich gäbe - es gibt kaum eine Branche, die derart rückständig ist in der Nutzung zeitgenössischen Marketings -, sondern dass es zu wenig Werbung gibt für wirklich Sehenswertes. In der Regel besteht das Marketing im Kunstbetrieb nur aus dem Marketingelement PR, oftmals auf Pressemeldung und Pressekonferenz reduziert, sonst nichts. Üblich ist doch die begleitende wirkliche Nutzung von Marketinginstrumenten, um letztlich auch das Publikum zu erreichen.

Dr. , München