Ausgabe: 02 / 2007
Seite: 116

AUKTIONSHAUS IM PORTRÄT

Von Joachim Hauschild

Dorotheum Gegründet: April 1707 Sitz: Wien, Dorotheergasse17 Spezialgebiet: alte und moderne Kunst Spitzenlos: (nach 1945) Ferdinand Georg Waldmüllers "Die unterbrochene Wallfahrt (Die Hilfeleistung)", 1853, 2005 verkauft für 1,32 Millionen Euro Nächste Auktionen: 13. März: Ölgemälde des 19. Jahrhunderts; 15. März: Jugendstil und Kunsthandwerk des 20. Jahrhunderts; 26. März: Druckgrafik des 19. Jahrhunderts; 29. März: Alte Meister Internet: www.dorotheum.com Das Dorotheum wurde1707 als "Versatz- und Fragamt zu Wien" von Kaiser Franz Joseph I. gegründet und war durch die Jahrhunderte immer in Staatsbesitz.

Seinen Namen verdankt das Haus seinem Stammsitz, dem ehemaligen Dorotheerkloster. Erst 2001 wurde es an ein österreichisches Konsortium verkauft. Im Dorotheum wird fast alles angeboten: Alte Meister, moderne Kunst, alte Möbel, Design, aber auch Briefmarken, Orden, Bücher, alte Wertpapiere, Waffen, Comics und alte Reklameschilder. Die insgesamt 40 Sparten werden von 70 Experten betreut. Insgesamt gibt es pro Jahr rund 600 Auktionen, die hauptsächlich in Wien, aber auch in Salzburg, Graz, Klagenfurt und Prag stattfinden. Im Mittelpunkt stehen vier große Auktionswochen mit hochwertigem Angebot. "Das Dorotheum ist einzigartig mit seiner 300-jährigen Erfahrung", schwärmt Geschäftsführer Martin Böhm über sein Haus, das in diesem Jahr großes Jubiläum feiert. Nach Niederlassungen in Brüssel, München, Düsseldorf und Vertretungen in Tokio und Zagreb öffnete 2005 die Repräsentanz in Mailand. Damit ist das Dorotheum das größte Auktionshaus im deutschsprachigen Raum. Neben dem Auktionsgeschäft ist das Unternehmen mit der Marke Dorotheum Juwelier auch zum größten Schmuckanbieter in Österreich geworden. Und auch der dritte Geschäftsbereich, das Pfandhaus, hat sich bis heute erhalten.