Ausgabe: 12 / 2007
Seite: 6

Lifestyle-Journalismus

Von

"Das zweite Ich des Martin Eder" - Reportage von Barbara Hein über den Erfolgsmaler Martin Eder (10/2007) Geärgert habe ich mich über den breit angelegten Beitrag über einen Streifzug durch das nächtliche Berlin mit dem Maler Martin Eder. Ist es zum Beispiel für das Verständnis von Herrn Eders Werk relevant zu wissen, dass er das Wurzelholzfurnier seines Sportwagens mittlerweile zu protzig findet? Derart oberflächlicher war bisher eigentlich nicht Ihr Niveau.

Klaus Borowietz, per E-Mail

Barbara Hein bringt mit ihrer Reportage über den Kätzchen-Maler Martin Eder richtig Pep in Ihr Heft. Es ist schon amüsant zu lesen, dass Mutter und Vater Eder mit einer Schlagerkapelle durch bayerische Festzelte tingelten, während Sohnemann im Swingerclub als malender Clown ein paar Mark fürs Studium dazu verdiente. Komisch auch, dass er sich - ganz in der Familientradition - zum Karaokesänger berufen fühlt.

Sie machen zwar in Ihrem Text ein paar Erklärungsversuche, was den großen Erfolg, den Eder mit seinen Kitsch-Bildern hat, betrifft. So richtig nachvollziehen kann ich das allerdings nicht. Vermutlich war die Autorin selbst auch etwas ratlos angesichts so viel anbiedernder Mainstreamigkeit. Eders Durchbruch lässt sich offenbar nur anekdotisch verstehen.

Stefan Möller, per E-Mail

Erfolgsmaler Eder: "The Birdwatchers"