Ausgabe: 11 / 2007
Seite: 128
Avantgarde in Helsinki
Von C B
Neue Einblicke in die junge Fotoszene der Finnen
Mittlerweile hat fast jeder von ihnen gehört, den Fotografen der Helsinki School. In großen Ausstellungen wird die finnische Fotografie meist repräsentiert von Elina Brotherus und Aino Kannisto mit ihren Selbstporträts, Miklos Gaál zeigt seine Miniaturszenerien und Ola Kolehmainen seine großformatigen Flächenbilder.
Bis auf Brotherus sind sie im zweiten Band der Helsinki School wieder vertreten. Das Buch gibt aber auch völlig neue Einblicke in die finnische Fotoszene der jüngsten Generation. Manche von ihnen wie Joonas Ahlava studieren noch. Er stellt die herkömmliche Porträtfotografie in Frage. Die Porträtierten verlieren bei ihm ihre Individualität und werden zu Schemen. Ironischerweise erinnern die Bilder stark an die Werbekampagne für den MP3-Player iPod. Mikko Sinervo, ebenfalls noch Student, geht ähnlich mit dem klassischen Motiv der Landschaftsaufnahme um. Kurze Texte erläutern diesmal, wie die Bilder technisch zustande kommen. C. B.
University of Art and Design, Helsinki (TaiK) (Hrsg.): The Helsinki School.
New Photography by TaiK. Text von Andrea Holzherr, Timothy Persons.
Hatje Cantz Verlag. Englisch. 232 S., 187 Abb., 35 Euro
