Ausgabe: 11 / 2007
Seite: 98

Facettenreich

Von Elke Buhr

BERLIN: NEW YORK - STATES OF MIND

Über die Kunstszene New Yorks kann man dicke Sammelbände schreiben. Insofern muss man sich einen präzisen Zugang wählen, will man sie in einer Ausstellung in den Griff bekommen. Das Haus der Kulturen der Welt hat, der eigenen Tradition gemäß, den Fluchtpunkt der Globalisierung gewählt. Die Ausstellung "New York - States of Mind", mit der es nach längerer Umbaupause seine Neueröffnung begeht, will die vielen Bewusstseinszustände New Yorks zeigen - mit viel Konzeptkunst und wenig Glamour und mit Fokus auf den Einfluss der Immigranten. Duchamps berühmter Koffer voller Kunst bildet den Anfang, Fluxus und Performance werden angetippt, mit der Anti-Bush-Installation von Jon Kessler kommt die Ausstellung in der Gegenwart an. Unbekannte Querköpfe sind zu entdecken, wie der Taiwanese Tehching Hsieh, der ein Jahr Obdachlosigkeit protokollierte. Über eine etwas wirre Ansammlung von Einzelpositionen kommt die Schau dabei aber nicht hinaus. Sie zeigt viele Facetten, aber kein Bild. Termin: bis 4. November. Katalog: Verlag Saqi Books, 24,80 Euro. Internet: www.hkw.de

Feministisches von Carolee Schneemann