Ausgabe: 11 / 2007
Seite: 48

Die Taube und der Elefant

Von Adrienne Braun

Als sie sich lieben lernten, galt Diego Rivera als der berühmteste Maler Mexikos. Frida Kahlo, die vor 100 Jahren geboren wurde, ging noch zur Schule. Aber die Rollen wandelten sich in 25 stürmischen Jahren der Ehe. Als Frida starb, war sie der Star - und sie ist es bis heute geblieben

August 1929, der Elefant heiratete die Taube. Manche sagten auch, das Genie den Satansbraten. Der alte Fettwanst die zarte Anmut. Er war 42 Jahre alt und der berühmteste Maler Mexikos, sie 22 Jahre und ziemlich frech: Diego Rivera und das Fräulein Frida Kahlo.

Bei der Hochzeitsfeier kicherten die Gäste über das ungleiche Paar. Diego betrank sich und brach einem Gast den Finger. Frida weinte - und die kommenden 25 Jahre sollten so wie der erste Tag dieser Ehe werden: leidenschaftlich und destruktiv, übermütig und eine Spur wahnsinnig.

Frida Kahlo und Diego Rivera sind eines der legendären Künstlerpaare des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche Mythen und Märchen ranken sich um die Ehe zwischen "Fisita" und der "Frosch-Unke" ("sapo-rana"), wie sie sich gegenseitig nannten. Über kaum ein Paar wurden so viele Bücher geschrieben und Filme gedreht, schon zu Lebzeiten verfolgte die Öffentlichkeit fasziniert die Affären und Amouren, die politischen und künstlerischen Aktivitäten.

Allerdings hat Frida ihrem Diego zunehmend die Show gestohlen. Heute wird der Maler und Kommunist Rivera außerhalb Mexikos meist nur noch im Zusammenhang mit Frida Kahlo erwähnt. Die begabte junge Frau wurde dagegen zur Kultfigur. Ihre Verehrer pilgern in das "Blaue Haus", ihr Wohnhaus und Atelier in Coyoacán (siehe Kasten Seite 58), und kochen ihre Rezepte nach, Designer kopieren ihren Kleidungsstil mit den bunten Trachten und dem klimpern den Schmuck.

Ausstellungen über ihr Leben und Werk sind Kassenschlager. Auch wenn bis heute kein deutsches Museum eines ihrer Gemälde besitzt, hat sich eine wahre "Fridomanía" entwickelt.

Dabei ist nicht immer auszumachen, was Wahrheit und was Mythos ist. Dafür sorgte schon Diego, ein sympathisches Großmaul, das gern Geschichten erfand. Wenn er auf dem Gerüst stand und an einem Wandbild arbeitete, schauten ihm dabei stets Neugierige zu und ließen sich unterhalten.

Mal erzählte er, wie er in der Russischen Revolution gekämpft hatte, mal, dass er aus Diätgründen Menschenfleisch als Tortilla esse.

So kursieren auch über die ersten Begegnungen von Frida und Diego zahlreiche Gerüchte. Vermutlich stand Diego mal wieder auf dem Gerüst und schwadronierte - diesmal in der Preparatoria in Mexiko-Stadt, einer Vorbereitungsschule für das Studium. Frida, die später Medizin studieren wollte, war als eine der ersten Frauen zugelassen - und klaute dem dicken Diego, der mit Bergarbeiterschuhen und Patronengürtel an der Schöpfung malte, den Proviant aus dem Lunchkorb.

Schon damals soll sie zu ihren Freundinnen gesagt haben: "Ich möchte ein Kind von Diego Rivera haben." Den Mann hat sie bekommen, das Kind nicht. Kurz nach der ersten Begegnung sitzt sie in einem Bus, der von einer Trambahn gerammt wird.

Frida wird buchstäblich von einer Metallstange durchbohrt. Monatelang liegt sie bewegungslos im Gipskorsett.

Sie wird schwermütig, Todesgedanken verfolgen sie ebenso wie traumatische Bilder des Unfalls. "Alle sagen mir, ich solle nicht so verzweifelt sein", schreibt sie, "aber sie wissen nicht, was es für mich bedeutet ... wo ich doch mein Leben lang eine Herumtreiberin war".

Aus purer Langeweile beginnt sie zu zeichnen. Sie hat sich nie sonderlich für Kunst interessiert. Aber ihr Vater, ein nach Mexiko emigrierter Deutscher, war ein begabter Fotograf und malte in seiner Freizeit, so dass sie von Kind an mit ästhetischen Fragen vertraut war. Nun liegt Frida im Bett und versucht mit Zeichnungen ihre Qualen zu vergessen. Die Kunst wird zu einem wichtigen Teil ihrer neuen Identität, einer Identität, die auf Schmerz und Tapferkeit beruht. Sie klagt nur selten, sondern übt sich in der Rolle, die sie im Lauf ihre Lebens perfektioniert:

Frida Kahlo, das ist die heroische Dulderin, die mit Witz und Ironie ihrem Schicksal trotzt. "Malerin des Schmerzes" wird sie häufig genannt.

Als sie nach Monaten wieder laufen kann, besucht sie Diego Rivera mit einigen Bildern. "Ich wünsche mir eine unverblümte Kritik", sagt sie, "weil ich es mir nicht leisten kann, einfach aus persönlicher Eitelkeit weiterzumalen." Rivera ist beeindruckt, erkennt sofort die "eigene und selbständige Künstlerpersönlichkeit".

Er ermuntert sie weiterzumachen, verliebt sich, und von da an ist sie "der Pol in meinem Leben, um den sich alles dreht".

Es gibt viele Klischees, die auf das Ehepaar Rivera zutreffen, aber noch mehr, die nicht passen.

Dass Diego zwanghaft fremdging, stimmt. Obwohl er fast monströs groß und kräftig war, muss er eine magnetische Wirkung auf Frauen gehabt haben.

Seinem Witz, Charme und Erfolg erlag eine schier endlose Zahl an Verehrerinnen.

Schon die Ehe mit Lupe Martín zerbrach daran, dass er sie permanent betrog.

Trotzdem war Diego kein typischer Macho. Er wusste um seine Schwächen.

"Wenn ich eine Frau liebte, wollte ich sie um so mehr verletzen, je mehr ich sie liebte. Frida war bloß das deutlichste Opfer meines ab scheulichen Charakterzugs", schreibt er in seinen Erinnerungen. Er schätzt die Gesellschaft intelligenter Frauen, er erwartet, dass Frida selbständig ist, und hat großen Respekt vor ihrer Kunst.

"Wir sind alle bloß Lehmklumpen im Vergleich zu ihr. Sie ist die größte Malerin dieser Epoche", meint er keineswegs nur gönnerhaft. Immer wieder motiviert er Frida, mehr zu arbeiten, neue Techniken auszuprobieren, freilich auch, damit sie beschäftigt ist und ihm mehr Freiräume lässt. Deshalb sorgt er auch dafür, dass in dem neuen Haus in San Angel jeder seinen eigenen Bereich hat.

Frida sieht sich zunächst nicht als Künstlerin, sondern geht auf in der Rolle der liebenden Gattin. Täglich bringt sie Diego einen blumengeschmückten Korb mit dem Mittagessen und schaut ihm bei der Arbeit zu. Er wiederum liebt ihre Lust an Selbstinszenierungen, an wundersamen Verkleidungen, überhäuft sie mit Schmuck, weil er in ihr die exotische Schönheit sehen will. Die beiden scheinen sich in ihrem Humor, ihrer libertinen Geisteshaltung und dem Hang zum Theatralischen bestens zu ergänzen. Und sie lieben Gesellschaft:

Maler, Schriftsteller, politische Aktivisten gehen im Hause Rivera ein und aus, darunter André Breton und Leo Trotzki, Pablo Neruda und Sergej Eisenstein.

"Ich sage mir, dass ich kompromissbereit sein muss, wenn ich will, dass er glücklich ist", sagt Frida. Sie lässt sich den Kummer über seine Seitensprünge nicht anmerken, gibt sich, wie schon nach dem Unfall, heiter.

Frida Kahlo ist überzeugt, dass Leiden vorbestimmt ist und man es so leicht wie möglich nehmen müsse. So spielt sie die Großmütige, hört sich amüsiert seine Abenteuer an, lässt sich immer wieder bezirzen und folgt ihrer Devise "Nichts ist für das Leben wichtiger als das Lachen".

Die Ehe der Riveras ist eine Folge extremer Höhen und Tiefen. Frida, die gern ein Kind will, hat mehrere, teils lebensbedrohliche Fehlgeburten, die ihre Malerei drastischer werden lassen. Zum Trost holt sie sich einen halben Zoo ins Haus, Affen, Papageien, Hunde und sogar ein Reh, während Diego wie ein Besessener arbeitet, weil die Auftraggeber Schlange stehen. In dieser Zeit entstehen Wandbilder wie 1933 im Rockefeller Center in New York. Freilich ließen die Rockefellers das Werk zerstören, als Rivera sich weigerte, ein Lenin-Porträt wieder zu entfernen.

Die Affären ihres Mannes lassen Frida Kahlo reifen. Aus dem schüchternen Mädchen wird eine souveräne Frau. Sie verwaltet das Geld, ist politisch aktiv und pflegt einen großen Freundeskreis. Sie weiß sich gegen Diego zu wehren. Wenn sie ihn nicht sehen will, lässt sie ihn vor der Tür bitten und betteln - und letztlich ist es doch wieder nur eine der Theaterinszenierungen, denen sich die beiden so gern hingeben.

Nur engsten Freunden und ihren Bildern vertraut Frida Kahlo ihre wahren Gefühle an. Auf "Diego und Frida, 1929-1944" sind ihre Gesichter zu einem verschmolzen - Ausdruck einer allzu engen Symbiose. Bei dem "Selbstporträt als Tehuanafrau" aus dem Jahr 1943 ist Diego ein in ihrer Stirn eingefangener Gedanke, ein anderes Mal eine Träne in ihrem Gesicht.

Es gab viele Trennungen in der Ehe der Riveras. Nachdem Diego mit ihrer Schwester Cristina ein Verhältnis hat, zieht Frida aus, 1939 lassen sie sich scheiden und sehen sich doch fast täglich. Als Diego 1940 erneut um Fridas Hand anhält, stimmt sie unter einer Bedingung zu: Geschlechtsverkehr ausgeschlossen! Wobei bis heute Gerüchte kursieren, sie hätten ohnehin keine sexuelle Bindung gehabt. Aber Fridas leidenschaftliche Tagebucheintragungen lassen im Gegenteil eine starke Erotik zwischen den bei den vermuten.

Das Verhältnis zwischen ihnen hat sich gewandelt. Sie hat nun als Malerin Erfolg und - wohl ohne Diegos Wissen - zahlreiche Liebschaften zu Männern wie Frauen. Leo Trotzki ist darunter und der damals 25-jährige Heinz Berggruen. "Frida war eine stürmische Person", erzählte der im Februar 2007 in Berlin gestorbene Kunsthändler und Mäzen später.

Gegenüber Diego übernimmt Frida dagegen die Rolle der Mutter. "In jedem Augenblick ist er mein Kind, mein stets neu geborenes Kind", schreibt sie ins Tagebuch. Sie badet Diego, kauft ihm Spielzeug für die Wanne - und auch Diego zeigt sich im Wandbild für das Hotel del Prado von 1947/48 als Lausbub in Kniehosen. Viele Besucher kommen nun nicht mehr seinetwegen, sondern wegen Frida, die mit ihrer Exotik und ihrem Witz fasziniert und alle unter den Tisch trinken kann. Sie unterrichtet an "La Esmeralda", einer Maler- und Bildhauerschule.

"Wir waren alle in sie verliebt", berichtet ein Mitglied ihres Fanclubs "Los Fridos", sie habe "eine besondere Grazie und Anziehungskraft" gehabt.

Dabei geht der körperliche Verfall mit rasantem Tempo voran. Zunächst hält sie ihn für eine Folge des Unfalls, aber bereits 1930 wird eine Deformation des Rückgrates diagnostiziert, die vermutlich auf die Kinderlähmung zurückgeht, die sie mit sechs Jahren hatte. Wahrscheinlich litt sie unter Spinabifida, einer Spaltbildung der Wirbelsäule. Kahlo ist zeitlebens in ärztlicher Behandlung und holt immer neue Diagnosen ein. "Was die Zahl meiner Operationen betrifft, kann ich es mit jedem aufnehmen", sagt sie fast stolz.

Die meisten dieser Operationen sollen allerdings unnötig gewesen sein.

Einer ihrer Ärzte, Dr. Eloesser, den sie auch porträtierte, äußerte später die These, dass sie ein krankhaftes Bedürfnis nach Operationen gehabt haben könnte. Wären ihre körperlichen Leiden tatsächlich so groß gewesen, hätte sie diese nicht so gut in Kunst umsetzen können.

Ihr Körper war zweifellos Frida Kahlos wichtigster Darstellungsgegenstand.

Die meisten ihrer rund 150 Gemälde sind Selbstporträts, die sowohl von physischen als auch von psychischen Wunden erzählen. "Ich male mich, weil ich so oft allein bin", hat sie einmal gesagt, aber wahrscheinlicher ist es, dass das Leiden Teil ihrer Persönlichkeit wurde: Es ermöglichte ihr, von sich das Bild einer starken Frau zu konstruieren.

Frida Kahlo hat sich nie gescheut, sich als Kranke in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Fotografien, wie die stolz geschmückte Frau im Rollstuhl vor der Leinwand sitzt, sind so legendär wie jene, als sie mit tollem Kopfputz im Bett liegt, links die Zigarette, rechts der Pinsel. Zu ihrer großen Ausstellung 1953 lässt sie sich ihr Himmelbett in die Galería de Arte Contemporáneo in Mexiko-Stadt bringen.

In heimischer Tracht wird sie liegend durch die Menschenmassen getragen, stundenlang halten die Freunde und Kunstkenner Hof.

Unabhängig davon, ob sie tatsächlich den Erfolg mancher Operation verhinderte, indem sie die Bettruhe nicht einhielt oder sich sogar absichtlich auf den Boden warf, schritt der Verfall voran. Zunächst müssen ihr Zehen amputiert werden, 1950 liegt sie ein komplettes Jahr im Krankenhaus.

Diego richtet sich nebenan ein Zimmerchen ein, bringt ihr einen Projektor und regelmäßig neue Filme oder tanzt wie ein Bär mit dem Tamburin um ihr Bett. Ihre Gesundheit hängt auch diesmal vor allem von ihm ab: Je mehr er sich um sie kümmert, desto besser geht es ihr, kaum verschwindet er für einige Tage, verfällt sie in Depressionen.

Mehrmals versucht sie sich umzubringen, wenn Diego wieder bei einer anderen ist.

Kurz vor ihrem Tod wird Frida Kahlo noch ein Bein amputiert, ein Schock, von dem sie sich nicht mehr erholt, auch wenn sie zuvor gefrotzelt hatte: "Wisst ihr schon, dass sie mir eine Pfote abschneiden wollen?" Für kurze Momente bäumt sich ihr Lebenswille noch einmal auf, aber das Ende ist abzusehen. Zu ihrem 47. Geburtstag, eine Woche vor ihrem Tod, kommen mehr als 100 Besucher ins Blaue Haus. In ihr Tagebuch schreibt sie: "Ich will hoffen, dass ich den Abgang froh gestimmt erleben werde, und hoffentlich komme ich nie mehr zurück, Frida." Kurz vor ihrer Silberhochzeit, am 13. Juli 1954, stirbt Frida Kahlo - vermutlich an einer Lungenembolie, auch wenn manche von Selbstmord ausgehen.

"Der traurigste Tag in meinem Leben", schreibt Diego, "Ich verlor meine geliebte Frida für immer ... Zu spät erkannte ich, dass die Liebe zu ihr der wunderbarste Teil meines Lebens gewesen war." Er hat dem Volk Mexikos Fridas Haus geschenkt, um ihr Andenken zu bewahren, und bald wieder geheiratet. Frida Kahlo hätte mit nichts anderem gerechnet. Schon Jahre zuvor notierte sie nüchtern:

"Wes halb nenne ich ihn meinen Diego?

Er war nie mein und wird es niemals sein. Er gehört sich selbst." Ausstellungen: bis 30. Oktober, Schätze aus dem Blauen Haus, Casa Azul, Mexiko-Stadt.

Internet: www.museofridakahlocasaazul.org; Frida Kahlo, 27. Oktober bis 20. Januar 2008, Walker Art Center, Minneapolis.

Internet: www.walkerart.org Danach: 20. Februar bis 18. Mai 2008, Philadelphia Museum of Art; 14. Juni bis 28. September 2008, San Francisco Museum of Modern Art. Literatur: Frida Kahlo.

Katalog Tate Modern London. Schirmer/Mosel Ver lag 2005; Hayden Herrera: Frida Kahlo. Ein leidenschaftliches Leben. Knaur Verlag 2002; Hayden Herrera: Frida Kahlo. Die Gemälde. Schirmer/ Mosel Verlag 2002; Sandra Egnolff, Isabel Alcántara: Frida Kahlo und Diego Rivera. Prestel Verlag 2007; Luis-Martín Lozano, Juan Rafael Coronel Rivera: Diego Rivera. The complete murals.

Taschen Verlag, erscheint Anfang Dezember 2007

Leben und Kunst bedingten einander: Frida Kahlo und Diego Rivera auf einem Foto der "New York Times" aus dem Jahr 1930.

Rechts: Kahlos Gemälde "Diego und Ich" (30 x 22 cm) von 1949. Immer wieder machte sie ihre Liebe zum Thema ihrer Bilder

Noch ist der Bräutigam nüchtern: das Hochzeitsfoto vom 21.

August 1929

Die Jahre der Ehe sollten so werden wie die Hochzeit: leidenschaftlich und destruktiv, übermütig und eine Spur wahnsinnig

Diego Rivera; Pastellporträt "Jewgenia Peskowski" (1928, 50 x 39 cm)

Selbstporträt als bescheidene Ehefrau des großen Malers: "Frida und Diego Rivera" von 1931 (100 x 79 cm)

Wenn Diego Rivera auf dem Gerüst stand, schwadronierte er gern: er esse Menschenfleisch als Tortilla und mache Revolution

Linkes Engagement: Frida und Diego 1929 bei einer Demonstration der Gewerkschaft der Techniker, Maler und Bildhauer

Rivera sah Kunst als Agitation: "Die Verteilung der Waffen" (1928) ist Teil eines Freskenzyklus für das Bildungsministerium in Mexiko-Stadt

Frida Kahlo zwischen Geschichte und Gegenwart: "Selbstbildnis auf der Grenze zwischen Mexiko und den USA" (1932, 31 x 35 cm)

1938 bei den Riveras: Breton (dritter von rechts) und Trotzki (vorn)

Nachdem Frida 1935 von Diegos Affäre mit ihrer Schwester Cristina erfuhr, malte sie "Ein paar kleine Dolchstiche" (38 x 49 cm)

Rivera betrog Frida Kahlo - und er verehrte sie: "Wir sind bloß Lehmklumpen im Vergleich zu ihr. Sie ist die größte Malerin dieser Epoche"

Mit großen Wandbildern feiert Rivera auch in den USA Erfolge:

"Mensch und Maschine" im Detroit Institute of Arts (1932)

Zeitweise lebte das Paar mit einem ganzen Zoo - hier der Affe Fulang-Chang

Fridas Devise, trotz allem Leid: "Nichts ist im Leben wichtiger als das Lachen"

Kahlos Selbstbildnis als gehetztes Wesen: "Der verletzte Hirsch" von 1946 (22 x 30 cm)

Diego Riveras Schlüsselbild "Traum eines Sonntagnachmittags im Alameda-Park" (1947/48) versammelt Personen der mexikanischen Geschichte - darunter auch Diego als Lausbub mit seiner "Mutter" Frida Kahlo (Detail rechts)

Gemeinsam in Fridas Atelier. Im Hintergrund ihr Doppelporträt "Die zwei Fridas" von 1939

Das Verhältnis wandelte sich. Sie hatte nun als Malerin Erfolg und - ohne Diegos Wissen - zahlreiche Liebschaften mit Männern und Frauen

Ein Herz, ein Gesicht:

"Diego und Frida 1929- 1944 II" (1944, 13 x 8 cm)

Gemeinsam in Diegos Atelier: Frida als Modell für "Der Alptraum des Krieges und der Traum vom Frieden" (1952)

Im Krankenbett gemalt: der Familienstammbaum (1951)

"Die Liebesumarmung des Universums, die Erde (Mexiko), Diego, ich und Señor Xolotl" (1949, 70 x 61 cm)

"Weshalb nenne ich ihn meinen Diego? Er war nie mein und wird es niemals sein. Er gehört sich selbst"