Ausgabe: 10 / 2007
Seite: 126
Mangel an Kunstverstand
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bewies die Schweizer Bundesbahn: Sie ließ einen Handlauf an eine Plastik Richard Serras schweißen. Das Werk hatte der US-Bildhauer 1988 in einer Fußgängerunterführung in Fribourg angebracht, die unter den Gleisen der Bahn hindurchführt. Die Skulptur "Maillart Bridge Extended" besteht aus zwei L-förmigen Stahlträgern, die über die Treppenaufund -abgänge der Unterführung gesetzt sind, und spielt auf die ebenfalls stählerne Fribourger Grandfey-Brücke an. "Immer wieder gab es Reklamationen bezüglich der Sicherheit", rechtfertigte ein Bahn-Sprecher den hässlichen Eingriff. Für den Leiter des Fribourger Kulturamts, Gérald Berger, ist die Angelegenheit dagegen ein "Skandal".
Denn die Bahn war eigenmächtig vorgegangen, ohne den Kanton zu informieren, dem das auf 2,4 Millionen Euro geschätzte Werk gehört. Inzwischen soll das Geländer wieder entfernt und die Plastik restauriert sein.
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