Ausgabe: 01 / 2007
Seite: 95

Leben der Zeichen

Von Adrienne Braun

STUTTGART: PIKTOGRAMME

Eine Figur im Kleid, eine durchgestrichene Zigarette: Piktogramme sind einfache Symbole, die jeder versteht. Das Kunstmuseum Stuttgart untersucht nun unter dem Titel "Piktogramme - die Einsamkeit der Zeichen" die Geschichte der grafischen Informationsträger - angefangen bei der russischen Avantgarde bis in die Gegenwart. Die rund 350 Arbeiten (Malerei, Skulptur, Videokunst und Grafikdesign) bieten eine enorme Bandbreite. Auch wenn das Material nach Themen geordnet ist, verwirren die zahllosen Beispiele, Varianten und Genres.

Mal geht es um Motive wie den Dürerhasen, das Künstler zitieren, mal um die Versuche, eine Universalsprache zu entwickeln. So wurde auch das Atelier des Chinesen Xu Bing nachgebaut, der eine Schrift entwickelt, die jeder verstehen soll. Das alles mag der Wissenschaft dienen. Der Besucher aber sucht vergeblich einen roten Faden.

Termin: bis 25. Februar 2007. Katalog: Deutscher Kunstverlag, 28 Euro, im Buchhandel 34,90 Euro.

Internet: www.kunstmuseum-stuttgart.de