Ausgabe: 01 / 2007
Seite: 116

Quittenbaum

Von Joachim Hauschild

AUKTIONSHAUS IM PORTRÄT

Gegründet: 1998 Sitz: München, Hohenstaufenstr. 1 Spezialgebiet: Jugendstil, Muranoglas, Design Spitzenlos: Gallé-Vase "Rose de France", um 1902, 165 000 Euro (netto) im November 2005 Nächste Auktionen: Modernes Glas, 12. Februar 2007 Internet: www..de Alles begann vor 50 Jahren in Düsseldorf: Ellen Piper, die Mutter von Askan , gründete ein Geschäft für Schmuck und Jugendstilglas, das sie 1968 nach Hamburg verlegte, und mit dem sie später auch dreimal auf der Münchener Kunst- und Antiquitätenmesse präsent war. Aus diesem Kunsthandel entwickelte sich1998 in München das Auktionshaus . Geschäftsführer und Auktionator ist Askan , 35. Innerhalb weniger Jahre hat sich das Haus zu einem wichtigen Umschlagplatz für Jugendstil, Art Déco, Muranoglas und Design entwickelt und hat mit Pierre Brossard inzwischen einen ausgewiesenen Fachmann auf dem Gebiet.

1999 veranstaltete die erste Auktion mit Bauhaus- Objekten, für die es im deutschen Sprachraum kaum Spezialisten gibt. Diese Linie wird nun konsequent fortgesetzt. Im November 2006 bot zudem deutsches Design der Nachkriegzeit bis in die achtziger Jahre an. Überdies bemüht sich das Haus um den schwierigen Markt für afrikanische Kunst; seit 2005 sind die entsprechenden Auktionen, die bis dahin in Hamburg stattfanden, in die Münchner Angebote integriert.

Askan führt im Jahr rund zehn Auktionen durch. Über den Designmarkt sagt er: "Es gibt tatsächlich eine neue junge Klientel. Sie ist zwischen Ende 20 und Anfang 40, gebildet, kulturell interessiert und gut informiert. Da Vintage-Einrichtungsgegenstände oft in der Preisklasse mittelmäßiger Einrichtungshäuser liegen, muss der Geldbeutel auch nicht besonders groß sein."