Ausgabe: 01 / 2007
Seite: 114

Harter Schlag

Von Sandra Danicke

Denkmalschutz: Umstrittene Baupläne in Frankfurt/Main

Das Erscheinungsbild der denkmalgeschützten Frankfurter Großmarkthalle, 1928 von Martin Elsaesser erbaut, wird sich stark verändern. Die Stadt hat den tonnengewölbten Hallenbau mit dem 120 000 Quadratmeter großen Grundstück 2002 an die Europäische Zentralbank verkauft; bis Ende 2011 will das Unternehmen seinen Sitz auf das Gelände im Ostend verlegt haben. Hierfür soll das Wiener Architektenbüro Coop Himmelb(l)au einen 180 Meter hohen, über 500 Millionen Euro teuren Doppelturm zwischen Markthalle und Main errichten; hinzu kommt ein quer durch die Halle gebauter Riegel, der die Fassaden und das Dach durchstoßen soll.

Trotz zahlreicher und heftiger Proteste hat die Stadt den Denkmalschutz der Markt halle da für teilweise aufgehoben, da jener Teil, durch den der Riegel gebaut werden soll, im Krieg eingestürzt sei und keine Originalteile mehr enthalte.

Entwurf für die Europäische Zentralbank von Coop Himmelb(l)au: Vom Doppelturm führt ein Riegel quer durch die Großmarkthalle (Modell)

Entwurf für die Europäische Zentralbank von Coop Himmelb(l)au: Vom Doppelturm führt ein Riegel quer durch die Großmarkthalle (Modell)