Ausgabe: 01 / 2007
Seite: 117
Aktien für Kunst
Von Kerstin Schweighfer
Börse: Holländischer Fonds hilft bei Museumsumbauten
Kunstliebhaber können in den Niederlanden ihr Geld seit letztem Herbst in den weltweit ersten Kulturaktienfonds anlegen. Initiator ist die Triodos-Bank: Bei ihr können Kulturinstitute wie das Königliche Carré-Theater oder das Stedelijk Museum in Amsterdam für Umbau- oder Erweiterungsbauten zu einem sehr günstigen Zinssatz Geld leihen. Die erwartete Rendite beträgt zwar nur 2,5 Prozent. Aber Kunstfonds-Investoren können trotzdem mit dem Doppelten rechnen. Denn wer in Kunst und Kultur investiert, bekommt über maximal 52 000 Euro eine Steuerkürzung von 1,3 Prozent und die Rendite ist steuerfrei.
Die Aktienemission an der Amsterdamer Börse brachte 27 Millionen Euro ein. Triodos-Fondsmanager Bas Rüter geht da von aus, dass daraus 250 Millionen werden können: "Es geht um einen Trend: Moderne Investoren wollen einen Teil ihres Geldes auch auf eine gesellschaftlich verantwortungsvolle Weise anlegen."
Kreditwürdig: Stedelijk Museum
KERSTIN SCHWEIGHÖFER
