Ausgabe: 01 / 2007
Seite: 115

MELDUNGEN

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Wieder Eintrittsgeld Stockholm: Wer in Schweden ein staatliches Museum besuchen möchte, muss seit dem 1. Januar 2007 wieder Eintritt bezahlen. Die im letzten Herbst gewählte neue konservative Regierung hat beschlossen, die so genannte "frientré"-Reform der sozialdemokratischen Vorgänger wieder rückgängig zu machen. Der freie Eintritt in die staatlichen Häuser hat es den anderen Museen, die weiterhin Geld verlangten, erschwert, Besucher anzuziehen.

"Das war nicht fair", so Carl Johan Swanson vom Kultusministerium.

Reich beschenkt Leipzig: Eine großzügige Bilderspende erhielt die Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig.

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI schenkte dem Museum den zentralen Bestand seiner Kunstsammlung, dessen Wert auf fünf Millionen Euro geschätzt wird. Bereits 1994 durfte Klaus Werner, heute im Ruhestand lebender Gründungsdirektor der Galerie, die 50 Werke auswählen: darunter solche von Emil Schumacher, Ernst Wilhelm Nay und Willi Baumeister, von HAP Grieshaber und Hans Hartung.

Neues Museum Stuttgart: Es gehörte zu den Attraktionen der legendären Bau- Ausstellung 1927 auf dem Stuttgarter Weissenhof: Das elegante Doppelhaus des Schweizer Architekten Le Corbusier. Jetzt ist in dem behutsam restaurierten Gebäude ein Museum eröffnet worden, in dem mit Plakaten, Modellen und Fotografien die wechselvolle Geschichte der Mustersiedlung kritisch dokumentiert wird. Das Weissenhof-Museum verbindet Theorie und sinnliche Anschauung: Denn in der linken Gebäudehälfte ist die Ausstellung untergebracht, während in der rechten Hälfte, deren Räume in den Orginalzustand versetzt wurden, das Neue Wohnen bestaunt werden kann.

Internet: www.weissenhofmuseum.de

Museum für Vedova Venedig: Dem Maler Emilio Vedova, der kürzlich im Alter von 87 Jahren gestorben ist, soll in seiner Heimatstadt ein Museum gewidmet werden. Das Werk des abstrakten Expressionisten soll in den "Magazzini del Sale" gezeigt werden. Die Außenrestaurierung der barocken Lagerhallen ist bereits abgeschlosssen. Die Pläne für den Innenausbau will der Architekt Renzo Piano unentgeltlich liefern. Für die Baukosten hat die Stiftung "Emilioe Anna Bianca Vedova" drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Sieg für Mahler-Erbin Wien: Marina Mahler, Enkelin des Komponisten Gustav Mahler und seiner Frau Alma, hat ihren langjährigen Kampf um die Rückgabe des Gemäldes "Meereslandschaft mit Mond" (1906) von Edvard Munch gewonnen. Österreichs Restitutionsbeirat hat jetzt entschieden, das in der Galerie Belvedere in Wien hängende Bild an sie zurückzugeben (art 5/ 2006). Alma Mahler-Werfel hatte das Werk 1916 von Walter Gropius geschenkt bekommen.

1937 überließ sie es als Leihgabe dem Wiener Museum. Wenig später musste Alma, die damals mit dem jüdischen Schriftsteller Franz Werfel verheiratet war, vor den Nazis aus Österreich in die Vereinigten Staaten fliehen. Ihr Stiefvater Carl Moll, ein überzeugter Nationalsozialist, verkaufte das Munch-Bild 1940 ohne schriftliche Vollmacht an die Österreichische Galerie Belvedere.

Einigung erreicht Nikosia: Florian Waldvogel kann aufatmen: Die Klage auf Schadensersatz in Höhe von 430 000 Euro, die von den zypriotischen Organisatoren gegen den Mitkurator der geplatzten Manifesta 6 erhoben wurde, ist nun vom Tisch. Derweil wurde inzwischen bekannt, dass die siebte Ausgabe der europäischen Wanderbiennale 2008 sowohl in Trient als auch in Bozen stattfinden wird.