Ausgabe: 01 / 2007
Seite: 116-117
KUNST & GELD
Von
+++ In Shanghai soll im September eine neue Messe für zeitgenösssische Kunst stattfinden. Organisiert wird die "ShContemporary 2007" von dem früheren Direktor der "Art Basel", Lorenzo Rudolf, dem Genfer Galeristen Pierre Huber und der italienischen Messefirma "Bolognafiere". Die Veranstalter wollen zunächst Künstler auswählen und dann deren Galerien zur Teilnahme einladen.
Direkte Bewerbungen von Händlern sind nicht vorgesehen. +++ In Köln holt man sich die Konkurrenz gleich ins eigene Haus. Parallel zur "Art Cologne", die erstmals im Frühjahr (18. bis 22.
April) stattfindet, soll in den Rheinparkhallen die "Liste Köln" starten. Die neue Nebenmesse wird von dem Berliner Galeristen Wolfram Völcker veranstaltet, der auch die "Berliner Liste" gegründet hat. Völcker mietet die Ausstellungshallen von der "Koelnmesse", die auch die "Art Cologne" aus richtet. +++ Das Münchner Auktionshaus Ketterer eröffnete eine Filiale in Berlin mit einer Tom-Wesselmann-Ausstellung (bis Ende Januar). Mit der neuen Repräsentanz in der Fasanenstraße stärkt das Haus seinen Fokus auf zeitgenössische Kunst. Ketterer bietet damit drei Anlaufstellen in Deutschland. +++ Das Auktionshaus Sotheby's versteigert am 30. und 31.
Januar in Amsterdam 76 000 Stücke chinesischen Porzellans. Die Objekte, Tassen, Teller, Schmuckdosen und Tierfiguren stammen aus der Zeit um 1725 und wurden von der vietnamesischen Regierung im südchinesischen Meer aus einem Schiffswrack geborgen. Die Auktion soll über zwei Millionen Euro einbringen. +++ Die Hamburger Investmentfirma "Art Estate" legt den ersten Fonds für zeitgenössische Kunst in Deutschland auf. Der geplante Fonds soll ein Volumen von rund 7,3 Millionen Euro haben und ist auf 15 Jahre angelegt. Die Mindesteinlage beträgt 2500 Euro. Das Geld wird in Werke etablierter Künstler wie Gerhard Richter, Georg Baselitz und Andy Warhol investiert, von denen man sich Wertsteigerungen erhofft. +++
