Ausgabe: 01 / 2007
Seite: 86

Auf der Suche nach den Mustern

Von Stefan Lddemann

In der Ausstellungshalle: Gemälde und Studien der amerikanischen Malerin MÜNSTER: LAURA OWENS

Küssende Paare, hübsche Pferdchen, Äste im Mondschein: Wer nur einmal hinsieht, könnte Laura Owens Bildwelten für ziemlich kitschig halten. Doch auf den zweiten Blick entdeckt man ein ebenso erfrischendes wie komplexes Potpourri aus Design und Deko, Märchen, Mythen und Motiven aus der langen Geschichte der Malerei.

Nachdem die Frankfurter Schirn- Kunst halle 2005 die 1970 geborene, in Los Angeles lebende Künstlerin in der Schau zur "Neuen Romantik" zeigte, widmet jetzt die Ausstellungshalle in Münster ihr eine von Beatrix Ruf organisierte Einzelschau mit rund zwölf Gemälden und 50 Studien. Laura Owens mache die "uns um gebende Visualität" zum Thema ihrer "höchst individuellen malerischen Position", so Gail Kirkpatrick, Leiterin der Ausstellungshalle. Auf einer "rein ästhetischen Ebene" würde die Malerin den gestalterischen Möglichkeiten von Mustern und Oberflächen nachgehen. Scheinbar alles kann dabei zum Bildthema werden für die schwerelos leichten Gemälde von Owens.

Termin: 20. Januar bis 22. April 2007. Gefördert durch Reinhard Horstmann und Freundeskreis der Ausstellungshalle Münster. Katalog: JRP Verlag 47 Euro.

Internet: www.muenster.de/stadt/ausstellungshalle/

Gemälde ohne Titel (2004, 46 x 53 cm)

STEFAN LÜDDEMANN