Ausgabe: 07 / 2006
Seite: 108-109

Kunst & Geld

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+++ Christie's erobert neue Märkte im Nahen Osten. Das Londoner Auktionshaus führte am 24. Mai erstmals eine Auktion moderner Kunst in den Vereinigten Emiraten durch. Die Versteigung in Dubais Luxushotel "Jumeirah Emirates Towers" mit Werken zeitgenössischer arabischer, iranischer, indischer, pakistanischer und westlicher Künstler, brachte 6,6 Mio. Euro. +++ Rekordpreis für Andreas Gursky. Bei Sotheby's in New York wurde seine großformatige Fotoarbeit "99 Cent" für 2,3 Mio. Dollar (1,8 Mio. Euro) versteigert - der höchste Preis, der je für eine Fotografie im Bereich zeitgenössische Kunst gezahlt worden ist. +++ Beim Münchner Auktionshaus Neumeister ist ein Gemälde des Tiroler Plain-Air-Malers Leo Putz (1869 bis 1940) für 460000 Euro verkauft worden, ein Weltrekord für den Künstler. +++ Verlo-ren geglaubtes Holbein-Gemälde wiederentdeckt: Das "Porträt von Sir Thomas Wyatt dem Jüngeren", der zum Hofstaat Heinrich VIII. gehörte, entstand zwischen 1539 und 1543. Es ist eines der letzten Bilder aus der englischer Periode des Renaissance-Meisters in Privatbesitz. In den siebziger Jahren kam es bei Christie's als Werk eines anonymen britischen Malers unter den Hammer. Jetzt hat Roy Strong, Chefkonservator am Victoria & Albert Museum, es als Werk Hans Holbeins d. J. identifiziert. Am 5. Juli wird es bei Sotheby's in London versteigert. Schätzpreis: zwei bis drei Mio. Pfund (2,9-4,4 Mio. Euro). +++ Termin: "Scope Hamptons", 14. bis 16. Juli, Messe für junge Kunst in New Yorks Ferienparadies East Hampton.