Ausgabe: 07 / 2006
Seite: 104
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Corboud bleibt
Köln: Die Kunstsammlung des Schweizer Industriellen Gerard Corboud bleibt im Kölner Wallraf-Richartz-Museum, dies ließ die Stadt nach einem Gespräch mit dem Sammler verkünden. Der 81-jährige Corboud hatte in den letzten Monaten mehrmals gedroht, seine Kollektion mit Werken des Impressionismus und Postimpressionismus abzuziehen, falls diese nicht in größerem Rahmen und geeigneteren Räumen präsentiert würden. Wie bekannt wurde, soll dafür in absehbarer Zeit ein zusätzlicher Ausstellungsraum in der Nähe des Museums zur Verfügung stehen.
Nicht nach Berlin
Berlin: Die Sammlung des Berliner Import-Export-Unternehmers Reinhard Michael Schlegel, der seit 1972 die kleinen, oft in hoher Stückzahl verbreiteten Multiples von Joseph Beuys (1921 bis 1986) systematisch gekauft hat, geht an die Kunststiftung Eli Broad in Kalifornien. Zu welchem Preis, darüber schweigen beide Seiten. Zuvor hatte Schlegel seit fast zwei Jahren mit der Berliner Stiftung Preußischer Kulturbesitz verhandelt, für dessen Museum Hamburger Bahnhof mit der beuyslastigen Sammlung Marx und dem Joseph-Beuys-Medienarchiv die Multiples eine ideale Ergänzung gewesen wären. Eugen Blume, Leiter des Museums, hatte sich nach eigenem Bekunden in Verhandlungen mit Schlegel vergeblich bemüht, eine "realistische Beziehung herzustellen". Doch der angeblich geforderte Kaufpreis von fünf Millionen Euro sei für sein Haus kein "Schnäppchen" gewesen.
